US-Absatz

Für die Meisten abwärts

Foto: ams

Die deutschen Autobauer haben sich im Juni dem Abwärtstrend auf dem US-Markt nur teilweise widersetzen können. Während Daimler, Audi und Volkswagen ihre US-Verkaufszahlen gegen den Trend stabil hielten, folgten BMW und Porsche dem Trend nach unten.

Auch die US-Konkurrenten General Motors (GM) und Ford verzeichneten erneut deutliche Absatzeinbrüche, wie am Dienstagabend (1.7.) bekannt wurde. Auch beim japanischen Konkurrenten Toyota, inzwischen die Nummer zwei auf dem US-Markt, gingen die Verkaufszahlen deutlich zurück.

Porsche bricht ein

Volkswagen konnte seine Verkäufe leicht erhöhen und legte um 0,3 Prozent zu, die Daimler-Stammmarke Mercedes-Benz gab nur minimal um 0,1 Prozent nach. Bei BMW gingen die Verkaufszahlen dagegen erstmals seit Monaten deutlich nach unten: Trotz Zuwächsen beim Mini gab der Absatz insgesamt um elf Prozent nach. Bei Porsche setzte sich der Abwärtstrend der vergangenen Monate fort: Der Absatz brach im Vergleich zum Vorjahresmonat um 19 Prozent ein.

Die VW-Tochter Audi hat im Juni 8.200 Fahrzeuge verkauft, 5,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Beim meistverkauften Modell A4 zogen trotz des bevorstehenden Modellwechsels die Verkäufe sogar um mehr als ein Drittel auf 5.000 Fahrzeug an.

In den USA verkauft Audi noch die alte Version des A4. Der in Europa bereits eingeführte Nachfolger kommt dort erst im September auf den Markt. Bei allen anderen Modellen gingen die Verkaufszahlen im Juni dagegen zurück, am stärksten beim Geländewagen Q7 mit einem Minus von 42 Prozent auf 958 Modelle.

GM leidet weniger als Ford und Toyota

Bei Marktführer GM brach der Absatz auf dem Heimatmarkt um 18,5 Prozent auf 266.000 Fahrzeuge ein. Damit litt GM aber deutlich weniger als die Hauptkonkurrenten Ford und Toyota und konnte den Abstand zum Verfolger aus Japan wieder vergrößern. Die Japaner verkauften mit 193.000 Fahrzeugen 21 Prozent weniger in den USA als ein Jahr zuvor, Ford mit 167.000 Neuwagen sogar 28 Prozent weniger.

Der Daimler-Konzern konnte in den USA wegen des Zweisitzers Smart insgesamt deutlich zulegen. Zu 19.576 verkauften Autos der Marke Mercedes-Benz kamen im Juni 2.545 Smart hinzu. Insgesamt legte der Absatz dadurch trotz stagnierender Mercedes-Verkäufe um 12,9 Prozent auf 22.121 Fahrzeuge zu. Daimler verkauft den smart in den USA seit Mitte Januar. Bis Ende Mai wurden von dem Zweisitzer insgesamt 11.399 Stück ausgeliefert.

Volkswagen verkaufte wie im Vorjahresmonat rund 23.200 Autos in den USA. Während die beiden wichtigsten Modell Jetta und Passat nachgaben, legte VW bei Geländewagen und Cabrios zu. Porsche verkaufte dagegen nur noch 2.650 Sport- und Geländewagen in dem Land. Einschließlich Kanada lag der Absatz bei 3.810 Fahrzeugen, ebenfalls 19 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Während der Cayenne um vier Prozent auf 1.244 Auslieferungen nachgab, brachen beim 911er die Verkaufszahlen deutlich ein. Der Absatz des Modells sank um 40 Prozent auf 753, der Boxster-Absatz um ein Zehntel auf 845 Auslieferungen. Für den weiteren Jahresverlauf zeigte sich das Unternehmen trotz der Rückgänge zuversichtlich. Ab September werde der neue 911 Carrera den Absatz wieder anziehen lassen.

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