US-Absatz

Schwacher Januar

Die deutschen Automobilanbieter sind auf dem wichtigen US-Markt unterschiedlich ins neue Jahr gestartet. BMW steigerte seinen Absatz im Januar kräftig. Audi legte leicht zu. Volkswagen und Porsche verloren etwas an Boden und bei Mercedes-Benz gab es einen deutlichen Rückschlag.

Dies geht aus den am Dienstag (1.2.) veröffentlichten Januar-Verkaufszahlen der US-Tochterfirmen deutscher Anbieter hervor.

Der Januar ist in den USA traditionell einer der verkaufsschwächsten Monate, da die Autofirmen zum Jahresende die Kunden noch einmal mit besonders lukrativen Rabatten zum Kauf anlocken. Hinzu kam noch das sehr schlechte Winterwetter in vielen Landesteilen. Der US-Absatz aller Anbieter ist im Januar gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um rund fünf Prozent auf 1,1 Millionen Autos gefallen.

Volkswagen lieferte im Januar 12.683 Autos aus, vier Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Der Beetle und Jetta legten kräftig zu. Beim Passat gab es einen leichten Rückgang. Dagegen sackte der Absatz der Luxuslimousine Phaeton um 40,8 Prozent und des Geländewagens Touareg um 47,4 Prozent ab. VW hofft in den USA nach deutlichen Absatzverlusten im vergangenen Jahr vor allem mit dem neuen Jetta-Modell auf eine Wende. Der neue Jetta soll im März auf den US-Markt kommen. Er wird in Mexiko gebaut.

Audi lieferte im Berichtsmonat 5.077 Autos aus, plus 1,4 Prozent. Der A6 legte stark und der A4 bescheiden zu, während es bei den anderen Modellen Einbußen gab.

BMW weiter erfolgreich

BMW verkaufte - einschließlich Mini - insgesamt 19.764 Autos, 22,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die X3- und X5-Geländewagen waren besonders gefragt. Es legten fast alle Pkw-Modelle zu. Der Absatz der 7er-Modelle stagnierte.

Porsche verkaufte 2.177 Sport- und Cayenne-Gelände-Wagen. Das entsprach einem Rückgang von zwei Prozent. Der neue Boxster legte kräftig um 80 Prozent auf 468 Stück zu, während es beim Cayenne Verkaufseinbußen gab.

Der Absatz von Mercedes-Benz fiel um 20,2 Prozent auf 12.101 Autos, wobei die meisten Modelle Rückschläge verbuchten. Mercedes bringt im Frühjahr seine neuen M-Klasse-Geländewagen und dann später das Sporttouring-Modell der R-Klasse auf den US-Markt. Die für das amerikanische Mercedes-Geschäft zuständige Daimler-Chrysler-Tochter erwartet für 2005 erneut ein Rekordjahr.

Chrysler und GM: leichtes Plus

Chrysler lieferte mit den Marken Chrysler, Jeep und Dodge 148.111 Fahrzeuge aus, plus ein Prozent. Vor allem mit den Pkw-Modellen wie dem Chrysler 300 und mit bestimmten Minivanmodellen wurden Verkaufserfolge verbucht.

General Motors verkaufte im heimischen Markt als Branchenführer 279.653 Autos, plus ein Prozent. Ford litt am stärksten. Der Ford-Absatz fiel unter Einschluss von Jaguar, Volvo und Land Rover um zwölf Prozent auf 201.542 Autos.

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