US-Autoindustrie

Abfuhr auf den Hilferuf

Foto: dpa

Mit der millionenschweren Unterstützung bei der Erforschung und Entwicklung neuer Antriebstechniken für die US-Autobauer wird es wohl nichts. Bei einer ersten Anhörung im Kongress zum Thema Klimawandel machten Politiker unterschiedlicher Richtung klar, dass es Finanzhilfen nicht geben wird. 

Nach der ersten Anhörungsrunde, bei der auch Vertreter der "Big 3" - GM, Ford und Chrysler - ihre Positionen zur geforderten Sprit- und Emmissionsreduzierung darlegen konnten, war erst einmal das Klima zwischen US-Autoherstellern und Politik "ziemlich frostig" wie die Detroit News feststellte. Tatsächlich wurden die Hoffnungen der allesamt in der Krise steckenden "Big 3" enttäuscht,  ihren technischen Rückstand auf Autobauer aus Japan und Europa mittels staatlicher Subventionen verringern zu können.

Politik zeigt kalte Schulter

Thema der Anhörung im Kongress war die Klimaerwärmung und wie die Autoindustrie über verbrauchsgünstigere Modelle und neue Antriebskonzepte ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. General Motors-Chef Rick Wagoner hatte dazu jüngst finanzielle Subventionen in Größenordnung von 500 Millionen Dollar, verteilt auf fünf Jahre, gefordert. Unterstütze die Politik die Autoindustrie nicht, drohe der Verlust von tausenden Arbeitsplätzen.

Die Hoffnung, dass die Politik der Not leidenden Hersteller unterstützen helfen werde, hatte Nahrung erhalten, nachdem US-Präsident George Bush in seiner jüngsten Rede an die Nation eine Reduktion der Benzinverbräuche von 20 Prozent bis zum Jahr 2020 zum Ziel erhoben hatte.

Das Ziel steht weiter, von einer finanziellen Unterstützung bei der Entwicklung neuer Technologien war nicht mehr die Rede vor dem Kongress. Dafür wurde aber eine Verschärfung der Gangart beim Ziel geringerer Verbräuche eingefordert. Statt nur ein vages Einsparziel in fernerer Zukunft zu setzen, müsse es jährlich überprüfbare Verbesserungen beim Benzinverbrauch geben. Die Rede war von etwa 1,5 Prozent pro Jahr.

Bleibt es bei der politischen Forderung nach Benzinreduzierung ohne staatliche Subvention, droht den ohnehin angeschlagenen US-Herstellern weiterer finanzieller Druck. So wurde hochgerechnet, dass zu Erreichung der im Raum stehenden Verbesserungen etwa 6,2 Milliarden Dollar an Belastungen auf die Hersteller zukommen.      

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