US-Automarkt

Experten positiv für Diesel

Foto: GIW

Angesichts tendenziell weiter steigender Ölpreise und dem wachsenden Druck zu mehr Wirtschaftlichkeit, haben sich auf einem Kongress in den USA sowohl Regierunsgvertreter wie Umweltverbände positiv über die Aussichten des Diesel in den USA geäußert.

Die Aussagen auf dem derzeit in Detroit stattfindenden Weltkongress der "Society of Automotive Engineers" dürften  in Deutschland auf Beifall stoßen. Bislang waren es vor allem die deutschen Premiumanbieter, die das hohe Lied auf den modernen Diesel sangen. Zwar sind die Selbstzünder nach der Rekordständen bei den Spritpreisen im vergangenen Sommer etwas stärker in den Fokus der Käufer gerückt, von einem Durchbruch ist er aber noch weit entfernt.

Nun scheint sich aber das Szenario weiter aufzuhellen für den lange in der Stinker-Ecke stehenden Diesel.

Umweltschützer nehmen das Wort Diesel in den Mund

Bemerkenswert an der Veranstaltung in Detroit unter dem Titel "Ist die Zeit reif für den Diesel" war jedenfalls die Einigkeit unter den Diskutierenden. Erstmals äußerten sich sowohl Regierungsvertreter als auch Umweltschützer eindeutig positiv zum  Diesel. Angesichts der tendenziell weiter steigenden Benzinpreise in den USA und dem wachsenden Druck zum Klimaschutz und der Zielsetzung einer höheren Unabhängigkeit von Ölimporten, könne man es sich nicht leisten, am Diesel vor bei zu gehen, so der Tenor der Veranstaltung. Selbst von Umweltschützern, die dem Diesel bislang kritisch gegenüber standen, kommt der Hinweis, dass die moderne Generation der Dieselmotoren nichts mehr mit den Stinkern gemein habe, die in den 70er Jahre die US-Verbraucher verschreckten.

In der Pole-Position am Dieselmarkt für Pkw sehen US-Medien Daimler-Chrysler. Bereits jetzt bietet die Chrysler-Gruppe eine Reihe der großen SUV vom Kaliber eines Dodge Ram mit Diesel an, seit 2007 ist auch der Jeep Grand Cherokee mit Diesel zu haben, für ein positives Image des Diesel sorgt der Mercedes E320.

Sollte sich der Diesel durchsetzen, würde dies vor allem die deutschen Hersteller Audi, BMW, Mercedes und VW in eine noch bessere Wettbewerbsposition bringen. Sie könnten rasch auf das breite Portfolio an Diesel-Aggregaten aus Europa zurück greifen.

Versorgung größtes Hindernis   

Nachdem die Image-Hürden fallen, bleibt als größtes Problem die Versorgung. Weil die US-Ölindustrie bei der Pkw-Versorgung nicht auf Diesel eingestellt ist, müssen laut Experten die Raffinerien technisch aufwendig umgestellt werden, um auch ausreichende Mengen Qualitäts-Diesel anbieten zu können. Experten rechnen hier mit einer Umstellungsdauer von fünf bis zehn Jahren. Nach aktuellen Erhebungen rechnet man bis 2015 mit einem Diesel-Anteil von etwa 15 Prozent bei den Pkw und 25 bis 28 Prozent bei den Light Trucks.   

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