US-Gewerkschaft droht GM

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Im Streit um die hohen Krankenversicherungskosten des amerikanischen Autokonzerns General Motors (GM) hat die US-Automobilarbeitergewerkschaft UAW das Unternehmen vor "einseitigen Aktionen" gewarnt.

UAW-Präsident Ron Gettelfinger und der für die Beziehungen zu GM verantwortliche UAW-Vizepräsident Richard Shoemaker zeigten sich am Donnerstag (16.6.) zugleich aber verhandlungsbereit. Sie verwiesen auf deutliche Verbesserungen bei Produktivität und Produktqualität während der vergangenen Jahre. "Es wäre ein riesiger Fehler, falls GM dies alles durch einseitige Aktionen" zunichte machen würde.

5,6 Milliarden Dollar pro Jahr

GM erwartet in diesem Jahr Krankenversicherungskosten von 5,6 Milliarden Dollar für seine amerikanischen Mitarbeiter, Betriebsrentner und deren Familien. Es handelt sich insgesamt um einen Kreis von mehr als einer Million Menschen. GM will nachunbestätigten Berichten in diesem und im kommenden Jahr die Kosten um jeweils eine Milliarde Dollar senken.

GM-Konzernchef Rick Wagoner hatte kürzlich erklärt, er wolle mit der Gewerkschaft bei der Senkung dieser Kosten zusammen arbeiten, hatte jedoch auch einseitige Aktionen nicht ausgeschlossen. Die Krankenversicherung belastet GM laut Wagoner mit 1.500 Dollar pro Auto. Im Wettbewerb mit ausländischen Konkurrenten seien das ein starker Nachteil.

Branchenkenner schließen einen Streik nicht aus, falls GM auf eigene Faust seine Krankenversicherungsleistungen drastisch reduzieren sollte. Die UAW ist jedoch angesichts der schwierigen Lage bei GM auch nicht an einem Ausstand interessiert, falls die Interessen ihrer Mitglieder nicht wesentlich getroffen werden sollten. Die GM-Aktien, die in den Vortagen in Hoffnung auf eine baldige Einigung deutlich zugelegt hatten, waren am Donnerstag um zwei Prozent auf 35,62 Dollar gefallen.

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