US-Markt

GM gewinnt, Ford und Chrysler schwach

Foto: GM

Freudige Überraschung für GM, neue Rabattrunden bei Ford und Chrysler als Reaktion auf die schwachen Februar-Zahlen, ein durchwachsenes Ergebnis für die Deutschen und unbeirrt stark die Vorstellung von Toyota. Der Absatzmonat Februar war einer mit vielen Gesichtern in den USA.

Gute Laune auf den Fluren bei General Motors nachdem das offizielle Endergebnis des Verkaufsmonats Februar auf dem Tisch lag: Statt eines erwarteten Rückgangs, legte der Autoabsatz um 3,7 Prozent zu, und weil das gegen den Markttrend war - im Vergleich zum Februar des Vorjahres gab der Markt leicht um 0,5 Prozent nach - konnten sich die GM-Mannen in dem zuletzt selten gewordenen Gefühl sonnen, auch beim Marktanteil mal wieder zugelegt zu haben. Er liegt jetzt bei 24,6 Prozent.

Bemerkenswert am GM-Ergebnis ist, dass das Plus gelang, obewohl der Autoriese die wenig lukrative Bestückung des Auto-Vermietmarktes zurück gefahren hat. Grund für das positive Abschneiden: Hervorragend angelaufen ist in den USA der Verkauf des neuen Cehvrolet Silverado Pickup, der mit einem Plus von 26,5 Prozent die Ford F-Serien stehen lassen konnte. Ebenfalls gute Resulate gab es für weitere neue Modelle wie den GMC Acadia und den Saturn  Aura.

Gute Stimmung also bei GM, lange Gesichter bei Ford und vor allem Chrysler. Den heftigsten Rücksetzer gab es mit einem Minus von 13,4 Prozent zwar für Ford, das resultiert aber größtenteils aus einem massiven Rückzug aus dem Flottenmarkt und generellen Produktionskürzungen, mit den Ford eine höhere Wirtschaftlichkeit erzielen möchte. Eindeutig mies für Ford: Die Brot- und Butterautos der Pickups der F-Serie schwächeln enorm. Für die Lichtblicke im Ford-Lager sorgten zwei Markenneulinge: So kam der Ford Edge im zweiten vollen Verkaufsmonat auf 13.563 verkaufte Autos, vom Lincoln MKX gingen 4.009 Modelle von den Höfen, womit beide Typen laut Ford über den Absatzplanungen lagen.

Chrysler leidet unter Verkaufsspekulationen

Breitflächig dagegen der Abwärtstrend bei Chrysler. Insgesamt verlor der wirtschaftlich notleidende US-Arm des Daimler-Chrysler-Konzerns im Februar 7,7 Prozent. Verantwortlich dafür machten Marktexperten die Verunsicherung durch die anhaltenden Verkaufsgerüchte und Zukunftsängste der Mitarbeiter. Eine markante Zahle dazu liefern die "Detroit News": In Detroit werden demnach 70 Prozent der Chrysler-Fahrzeuge an Chrysler-Mitarbeiter verkauft. Diese Nachfrage sei im Februar um 70 Prozent eingebrochen. Ford und Chrysler reagierten mit alten Reflexen auf die schwachen Zahlen: Noch am Tag der Zahlenvorlage kündigten beide Unternehmen weitere Rabattrunden an.  

Nichts eingebrochen ist bei Toyota. Als gäbe es alle Marktunsicherheiten nicht, zieht der japanische Auto-Krösus weiter sein Bahn. Im Februar ablesbar an einem Plus von 12.2 Prozent. Besonders stark: Die Verkäufe von Camry und Corolla. Sehr gut auch das Abschneiden des Toyota Prius. Wurden von dem Hybriden im Februar 2006 6.547 Autos verkauft, waren es jetzt 12.227. Damit lagen die Prius-Verkäufe fast auf dem Niveau des Gesamtabsatzes von Subaru und deutlich über den Verkaufszahlen von Mitsubishi. Unter den Japanern ebenfalls im Plus: Honda (+3,2%) und Nissan (+1,2%).

BMW legt zu, Porsche bricht ein

Durchwachsen fällt die Februarbilanz der deutschen Hersteller in den USA aus. Ganz vorne auf der Liste der Gewinner konnte sich BMW mit einem Plus von 11.9 Prozent einreihen, knapp dahinter VW mit 9.2 % Zuwachs. Ein leichtes Minus im Nullkomma-Bereich musste Mercedes hinnehmen und ein ganz heftiges der sonst so verwöhnte Sportwagenhersteller Porsche: Er rutschte um 27,1 % im Vergleich zum Februar des Vorjahres ab. Noch größere Abschläge gab es nur für Isuzu.

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