US-Markt

VW will in den USA den Marktanteil in der Krise ausbauen

Stefan Jacoby Foto: VW

Volkswagen will trotz der massiven Absatzkrise in den USA stärker wachsen als der Markt und seinen Marktanteil von derzeit 1,4 Prozent deutlich ausbauen. "Wir glauben sogar, unsere Chancen stehen besser denn je", sagte Stefan Jacoby, President und CEO von Volkswagen of America,  auto motor und sport.

"Gerade im Hinblick auf die Veränderungen im Markt, weil dieser sich von der Größe und Struktur her verändert: Weg von größeren, typisch amerikanischen Fahrzeugen, SUV und Pick-ups, hin zu kompakteren, umweltfreundlicheren, verbrauchsarmen Fahrzeugen. Unser unverändertes Ziel sind 800.000 Volkswagen im Jahr 2018." Zudem sollen in diesem Jahr 200.000 Audi verkauft werden.



Schockiert zeigt sich Jacoby allerdings von den massiven Einbrüchen in den USA. "Seit September erleben wir in dieser Industrie einen noch nie beobachteten Markteinbruch. Wir wissen nicht, ob wir den Boden erreicht haben oder ob es weitere Erschütterungen geben wird. Zuletzt musste der Markt Rückgänge um mehr als 30 Prozent zum Vorjahresmonat verkraften. Das ist schockierend hoch. In Summe liegt der Markt per November 16,3 Prozent unter Vorjahr." 

Allerdings habe VW weiterhin den Absatz relativ stabil halten können. "Beim Absatz der Marke Volkswagen in den USA sind wir seit Jahresbeginn bis Ende Oktober noch auf Vorjahresniveau gewesen und bis Ende November bei einem Minus von 2,1 Prozent. Wir wollen in diesen schweren Zeiten unsere Marktposition aber nicht verlieren, sondern weiter aufbauen", betont Jacoby. "Und genau das tun wir. Per November haben wir für die Marke Volkswagen einen Marktanteil von 1,7 Prozent erreicht – im Vorjahr standen wir noch bei 1,4 Prozent. Und wir sehen auch im nächsten Jahr eine gute Chance – unabhängig davon, wie sich der US-Markt entwickelt – unseren Marktanteil weiter zu steigern."

Sehr zurückhaltend äußerte sich Jacoby, ob VW noch das Ziel von VW-Chef Martin Winterkorn erreichen kann, in den USA 2009 den Break-Even zu erreichen, nachdem dort im Jahr 2006 ein Minus von 607 Millionen verbucht werden musste. "Der Kontext hat sich natürlich grundlegend verändert. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist nicht förderlich, die Wechselkurssituation hat sich nur leicht verbessert. Niemand kann momentan die Entwicklung für 2009 voraussagen." Wichtig sei es für VW, dass das "das US-Geschäft langfristig profitabel" wird. Allerdings deutet Jacoby an, dass der US-Markt nach VW-Prognosen frühestens "2010 erste junge Pflanzen des Anstiegs" aufweisen wird.

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