US-Tarifergebnis

GM & Ford machen dicht

Die beiden weltgrößten Autokonzerne General Motors und Ford Motor Company können nach Informationen des "Wall Street Journals" drei Autowerke schließen und fünf weitere Betriebe entweder dicht machen oder verkaufen.

Die US-Automobilgewerkschaft UAW habe dem vergangene Woche im Rahmen eines vierjährigen Tarifabkommens zugestimmt, berichtete die Zeitung am Montag (22.9.). Dies gehe aus einer Tarifvertrags-Übersicht der Gewerkschaft hervor.

Die UAW akzeptierte, dass GM eine Van-Fabrik in Baltimore mit 1.100 Mitarbeitern schließt. GM könne auch ein Zulieferwerk in Saginaw (Michigan) schließen und eine Sparte veräußern, die Lokomotivenmotoren baue. Außerdem könne der Branchenprimus das Argonaut-Gebäude in Detroit schließen, in dem sich einst Immobilienbüros befanden. Insgesamt seien 3.000 GM-Arbeiter betroffen.

Ford habe von UAW die Zustimmung zur Schließung oder zum Verkauf von vier Fabriken mit insgesamt 4500 Beschäftigten erhalten. Ford wolle ein Werk für kleine Pickups in Edison (Illinois) mit 863 Beschäftigten und eine Fabrik für große Vans in Lorain (Ohio) mit 1.640 Arbeitern schließen. Außerdem plane Ford die Schließung der Schmiede Vulcan Forge in Dearborn (Michigan) und die Cleveland Aluminum Casting in Ohio.

Die UAW habe auch zugestimmt, dass Daimler-Chrysler fünf von neun Betrieben schließt oder verkauft, die das Unternehmen für wettbewerbsunfähig halte. Es seien bei der Gesellschaft 4.700 Mitarbeiter betroffen.

Nach den Tarifverträgen dürften die Autohersteller normalerweise ohne Zustimmung der Gewerkschaft keine Produktionsanlagen schließen, verkaufen oder zusammenlegen. Die großen drei US-Autohersteller (GM, Ford und Chrysler) hätten bei den Tarifverhandlungen angesichts des Drucks der japanischen und europäischen Konkurrenten auf das Recht gedrängt, Werkskapazitäten zu verringern, um in die Gewinnzone zu kommen, hieß es.

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