USA

2007 wird hart für die "Big 3"

Foto: Archiv

Behalten die Chefökonomen der US-Autohersteller recht, steht den wirtschaftlich ohnehin gebeutelten "Big 3" - GM, Ford, Chrysler - ein weiteres Jahr mit Absatzrückgängen am heimischen Markt bevor.

Hoffnung sieht anders aus als die Prognosen der Experten aus der Ökonomie-Abteilung für das noch junge Jahr 2007. Vor allem für die großen US-Hersteller gibt es durchgängig negative Ausblicke, was die Absatzerwartungen anbelangt. Erwartet wird eine leichter Rückgang der US-Autoverkäufe insgesamt, an dessen Ende für die US-Hersteller das schlechteste Ergebnis seit zehn Jahren droht.

Als Hauptrisikofaktoren für die US-Hersteller haben die Ökonomen drei Punkte ausgemacht: Die anhaltende Unsicherheit am Ölpreismarkt, der sich weiterhin verschärfende Wettbewerb am ohnehin umkämpften US-Markt und die Immobilienkrise, die bereits in vielen Bundesstaaten der USA grassiert. Durch einbrechende Immobilienpreise droht hunderttausenden Haushalten eine höhere Verschuldung, die  nicht ohne Auswirkung auf das Konsumverhalten bleiben wird, warnen die Ökonomen.

Immobilienkrise drückt auf die Stimmung

Inklusive den sogenannten "light trucks" sieht man bei GM für 2007 einen Absatz von knapp über 17 Millionen verkauften Einheiten, bei Ford einen Pkw-Absatz von 16,4 Millionen, während Daimler-Chrysler den Absatz auf dem Niveau des Jahres 2006, also bei 16,5 Millionen ohne die light trucks sieht. 2006 war der Pkw-Absatz insgesamt in den USA um 2,6 Prozent gefallen, allerdings hatten GM, Ford und Chrysler deutlich überdurchschnittlich verloren.

Wie hoch die Unsicherheit bei der Einschätzung der Ölpreisentwicklung ist, belegen die Prognosen der Experten: Während GM-Ökonom Mustafa Mohatarem einen Sturz auf bis zu 40 Dollar je Barrell nicht für ausgeschlossen hält, sieht Daimler-Chrysler-Experte Van Jolissaint diesen im Durchschnitt bei 65 Dollar.

Einig sind sich die Experten dagegen in der Einschätzung, dass die Verkäufe der großen SUV, Pickups und Trucks in der Tendenz weiter rückläufig sein werden. Gerade hier haben die "Big 3" in der Vergangenheit prächtig verdient. Die höchste Abhängigkeit von den sogenannten "Gas-Guzzlern" sehen Marktexperten bei Chrysler und darin wiederum die aktuell schlechte Verfassung der Marke begründet. Seit 2003 ist der Absatz in diesen Sparten von knapp 60 Prozent auf aktuell 52,6 Prozent abgerutscht. Derzeit mühen sich alle US-Hersteller ihr Portfolio auf kleinere Fahrzeuge umzustellen.

Globale Absatzerwartungen auf Rekordkurs

So wenig erbaulich der Blick auf den eigenen Markt ausfällt, so positiv sind die Ökonomen für das weltwirtschaftliche Geschehen. Beim globalen Ansatz sehen sie einen neuen Rekord in der Größenordnung von 68 bis 69 Millionen verkauften Fahrzeugen, für den Boommarkt China erwarten alle den Sprung über die Marke von acht Millionen verkauften Autos. 2006 waren es 7,6 Millionen.

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