VDA

Deutscher Automarkt schwächelt weiter

Foto: dpa

Kurz vor Beginn der weltweit größten Automesse IAA in Frankfurt kämpft der deutsche Automarkt immer noch mit Absatzproblemen. Im August blieb die Zahl der Neuzulassungen mit 240.000 rund zwei Prozent unter dem Vorjahresergebnis, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag (4.9.) in Frankfurt mit.

Der Rückgang fiel aber geringer aus als in den Vormonaten; seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf acht Prozent. Die Branche rechnet erst 2008 mit einer echten Erholung des Marktes, der nach der Mehrwertsteuererhöhung vom Jahresbeginn eingebrochen war. Als Bremsfaktor gilt auch die Klimadebatte, die Käufer verunsichere. Dagegen brummt die Nachfrage nach deutschen Autos im Ausland: Der Export stieg im August um sieben Prozent auf 257.200 Fahrzeuge.

Hoffen auf Impulse

Die Autobauer erhoffen sich von der IAA einen positiven Impuls. "Es kann allerdings sein, dass wir den Ruck erst Anfang 2008 in voller Stärke erleben", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann dem "Tagesspiegel" (Mittwoch). Der Verband hatte seine Prognose für 2007 wegen des schleppenden Absatzes zwei Mal gesenkt und rechnet in diesem Jahr nur noch mit 3,2 Millionen Neuzulassungen.

Die IAA setzt in diesem Jahr auf umweltbewusste Modelle mit geringem Spritverbrauch. Schon heute kauften wesentlich mehr Menschen schadstoffarme Autos als noch im Vorjahr, sagte Wissmann dem "Handelsblatt" (Mittwoch). Im Vergleich zu 2006 seien bis Ende Juli 27 Prozent mehr Autos abgesetzt worden, die weniger als 130 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Allein im Juli kauften die Deutschen doppelt soviele dieser sparsamen Autos wie ein Jahr zuvor. Dagegen boomt die Nachfrage aus dem Ausland.

Export läuft gut

In den ersten acht Monaten wurden mit 2,85 Millionen elf Prozent mehr Fahrzeuge exportiert als ein Jahr zuvor. Bei den Ausfuhren erwarten die deutschen Hersteller 2007 einen neuen Rekordwert von 5,6 Millionen Autos. "Der Export bestimmt weiterhin die Pkw-Konjunktur", meldete der Verband. Drei von vier im Inland hergestellten Wagen würden inzwischen ins Ausland verkauft. Besonders hoch sei die Nachfrage nach Autos "Made in Germany" in den neuen EU-Ländern und Russland. Wegen der hohen Exportnachfrage stieg die Produktion von Januar bis August um sieben Prozent. Die Bestellungen aus dem Inland lagen im August zwölf Prozent unter Vorjahr, allerdings führte der VDA das Minus auf den hohen Vorjahreswert zurück, als im August viele Rabatte gewährt worden waren.

Die Autoindustrie fordert von der Bundesregierung die schnelle Einführung einer nach Schadstoffausstoß gestaffelten Kfz-Steuer. "Nur die Bundesregierung ist in der Lage, dem Bürger mit eindeutigen Signalen die Sicherheit für die Zukunft zu geben", sagte der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Volker Lange. Die VDIK-Mitgliedsunternehmen stabilisierten ihren Marktanteil laut VDIK in Deutschland mit 36,1 Prozent auf Vorjahresniveau.

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