VDA

Kräftiger Start ins Autojahr 2006

Die deutsche Auto-Industrie ist mit Tempo ins neue Jahr 2006 gestartet. Im Januar stieg der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat um sechs Prozent, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag (6.2.) in Frankfurt mitteilte.

Allerdings sank die Nachfrage aus dem Inland um drei Prozent, während die Bestellungen aus dem Ausland um neun Prozent anstiegen. Bereits seit Herbst hatten sich laut VDA die Inlandsorder abgeschwächt. Im Januar wurden in Deutschland 223.000 Personenwagen neu zugelassen, das sind elf Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Allerdings hatte der Januar 2006 auch einen Arbeitstag mehr als der Vorjahresmonat. Die deutschen Marken konnten um zwölf Prozent zulegen, ausländische Marken um acht Prozent.

Die Neuzulassungen lägen auf dem Durchschnittsniveau der vergangenen fünf Jahre. "Wir sind im Autojahr 2006 ordentlich aus den Startlöchern gekommen. Die Tendenz stimmt, das Tempo noch nicht. Der Export ist dagegen nach wie vor eine starke Stütze", sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk. Die Exporte der deutschen Hersteller übertrafen im Januar das Vorjahresniveau um acht Prozent und lagen bei 304.800 Pkw. "Ein Superstart in den USA zeigt, dass unsere Produktpolitik die richtige Antwort auf die neuen Herausforderungen ist", sagte Gottschalk. Auf dem US-Markt sei ein Zuwachs um 16 Prozent gelungen, der Marktanteil wurde auf 5,3 Prozent ausgebaut.

"Auf die Karte Premium in Kombination mit sparsamen Motoren zu setzen, ist goldrichtig", erklärte der VDA-Präsident. Die Pkw-Produktion der deutschen Hersteller lag im Januar bei 425.000 und damit fünf Prozent über dem Vorjahresmonat, im Gesamtjahr 2005 wurden 5,35 Millionen Fahrzeuge produziert.

Der Verband betonte die starke Position der deutschen Marken im heimischen Markt. "Unter den Top-15 der im Inland abgesetzten Pkw-Modelle waren in den vergangenen zwölf Monaten ausschließlich deutsche Modelle", hieß es in der Mitteilung. Auf die ersten fünf Plätze - VW Golf, Opel Astra, Audi A4, VW Passat sowie BMW 3er - entfiel ein Fünftel des gesamten deutschen Pkw-Marktes. Erst auf Platz 20 folgte demnach mit einem französischen Modell der erste Importeur, auf Rang 22 der erste Japaner.

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