VDIK

Aufschwung kommt

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Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) rechnet weiter mit einer Belebung des schwachen deutsche Automarktes noch in diesem Jahr. "Angesichts der günstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der Daten zur Entwicklung des Konsumklimas halten wir diese Erwartung nach wie vor für wohlbegründet", sagte VDIK-Präsident Volker Lange am Donnerstag (5.7.) in Walluf im Rheingau.

An seiner vor einem Monat auf 3,25 Millionen Neuzulassungen gesenkten Prognose für das Gesamtjahr halte der Verband daher fest. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hatte seine eigene Prognose dagegen erst am Dienstag auf 3,2 Millionen Fahrzeuge gesenkt.

Er gehe davon aus, dass das Kaufinteresse der Privatkunden im zweiten Halbjahr und im kommenden Jahr langsam wieder zunehmen werde, sagte Lange. Für das kommende Jahr gehe er daher von einem Anstieg um drei Prozent auf 3,35 Millionen Neuwagen aus. Auch der neue VDA-Chef Matthias Wissmann hatte am Dienstag eine Erholung des Marktes in Aussicht gestellt, dabei aber offen gelassen, ob die Trendwende bereits in diesem oder erst im kommenden Jahr eintreten werde. Im vergangenen Jahr waren in Deutschland noch 3,47 Millionen Autos verkauft worden, wobei aber viele Autokäufer geplante Neuanschaffungen wegen der Mehrwertsteuererhöhung vorgezogen hatten. In diesem Jahr war der Absatz dann deutlich eingebrochen und lag im ersten Halbjahr 9,2 Prozent unter Vorjahresniveau.

Verschrottungsprämie gefordert

Zur Belebung des Marktes erneuerte Lange die Forderung seines Verbandes nach einer Verschrottungsprämie von 800 Euro für Altfahrzeuge nach italienischem Vorbild. "Derartige Maßnahmen werden die automobile Konjunktur ankurbeln. Die Steigerungsraten bei den Neuzulassungen in Italien sind Erfolgsbeweis genug." VDA-Chef Wissmann hatte eine solche Prämie dagegen am Dienstag abgelehnt, da nach dem Auslaufen einer derartigen Aktion ein noch stärkerer Einbruch des Marktes zu befürchten sei.

Zusätzlichen Auftrieb für den Markt verspricht sich der VDIK von der geplanten Umstellung der Kfz-Steuer auf eine Staffelung nach Kohlendioxid-Ausstoß. Voraussetzung sei aber, dass verbrauchsarme Neuwagen günstiger besteuert würden als Altfahrzeuge. Nur so bestehe ein Anreiz für den Kauf neuer Autos. Eine reine Stichtagsregelung, wie sie in Berlin diskutiert wird und bei der Altfahrzeuge von der Umstellung ausgenommen würden, wäre dagegen ein weiterer "Bremseffekt" für den bereits schwachen Markt, warnte Lange.

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