VDIK

Positive Aussichten 2004

Nach einem schwachen ersten Halbjahr im Automobilhandel rechnen die Importeure für die kommenden sechs Monate mit einer Erholung.

Ein Anstieg der Neuzulassungen um 0,7 Prozent sei für das zweite Halbjahr zu erwarten, erklärte der Präsident des Verbandes der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK), Volker Lange, am Mittwoch (7.7.) in Walluf im Rheingau. Mut schöpfe der VDIK auch aus den Zahlen des ersten Halbjahres: Das Minus der Importeure bei den Neuzulassungen lag bei nur 0,6 Prozent, das der deutschen Hersteller bei 2,3 Prozent.

Gründe für das gute Abschneiden der Importmarken sind nach Ansicht von Lange die steigenden Restwerte und die größtenteils langfristigen Garantien. Zudem böten die ausländischen Hersteller eine breite Palette an Diesel-Fahrzeugen, deren Neuzulassungen im ersten Halbjahr binnen Jahresfrist von 38,7 Prozent auf 41,8 Prozent stiegen. Allerdings revidierte der VDIK-Präsident seine vor einem Jahr gegebene Prognose für das gesamte Jahr 2004. Statt 3,24 Millionen Pkw-Neuzulassungen inklusive der deutschen Anbieter rechnete er nun mit 3,22 Millionen.

VDIK: Markterholung 2005

Trotz insgesamt weniger Neuzulassungen steigerten die VDIK-Mitglieder ihren Marktanteil von 35,1 Prozent im ersten Halbjahr 2003 auf 35,5 Prozent im laufenden Jahr, in den neuen Bundesländern sogar auf 51,6 Prozent (2003: 50,9 Prozent). "Damit haben wir uns besser behauptet als erwartet", sagte Lange. Gewinner waren die japanischen Hersteller. Sie verzeichneten einen Marktanteil von 11,8 Prozent, gefolgt von französischen Marken mit elf Prozent. An dritter Stelle liegen die Tschechen (2,9 Prozent). Italienische und koreanische Automobilhersteller teilen sich mit 2,7 Prozent den vierten Platz.

Für das kommende Jahr rechnet der VDIK mit einer Markterholung. Von einem starken Wachstum wollte Lange allerdings nicht sprechen und machte dafür vor allem die Verunsicherung der Bürger durch die Steuer- und Gesundheitspolitik der Bundesregierung verantwortlich. Hinzu komme die Verkehrspolitik. "Kfz-Steuer, Mineralölsteuer, Ökosteuer werden stetig erhöht, aber nur ein Bruchteil davon fließt zurück in die Straßen", kritisierte Lange. Investiere Deutschland als größtes Transitland Europas nicht in die Verkehrswege, stehe der Verkehrsinfarkt unmittelbar bevor. Kritik äußerte Lange auch an den Benzinpreisen, die vor allem durch die steuerliche Belastung von etwa 70 Prozent in die Höhe getrieben würden.

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