Venezuela beschlagnahmt GM-Werk

General Motors zieht sich zurück

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Nachdem die Behörden in Venezuela ein GM-Werk widerrechtlich geschlagnahmt haben, zieht sich der US-Autobauer aus dem Land komplett zurück und muss 100 Millionen Dollar abschreiben.

Wie das Nachrichtenportal N-TV berichtet, hätten staatliche Stellen die Fabrik Ende April abgeriegelt. Auch die Bankkonten des Autobauers sollen eingefroren worden sein. Jeglicher Zahlungsverkehr, inklusive die Auszahlung von Gehältern, waren damit unmöglich.

GM kündigte zunächst an, sich "mit allen legalen Mitteln" zu wehren. Durch das Vorgehen entstünden irreparable Schäden für GM, die 2.678 Mitarbeiter, die Zulieferer und die 79 Händler, teilte das US-Unternehmen mit. Das Vorgehen sei "unzulässig, absurd, juristisch unlogisch und falsch".

Jetzt hat GM entschieden, den Geschäftsbetrieb in Venezuela komplett einzustellen. Die Geschäftsaufgabe in Venezuela kostet den größten amerikanischen Autobauer rund 100 Millionen Dollar, umgerechnet etwa 92 Millionen Euro. GM sei bereit zu Gesprächen mit Regierung und Gewerkschaften und zu einer Wiederaufnahme der Produktion, berichtet die Automobilwoche. GM hoffe darauf, dass der oberste Gerichtshof von Venezuela die Beschlagnahmung für unrechtmäßig erklärt.

Venezuela leidet derzeit unter einer schweren Wirtschaftskrise, die auch mehrere US-Unternehmen getroffen hat, vor allem durch ständige Engpässe in den Lieferketten. Wie N-TV weiter berichtet hat GM-Konkurrent Ford bereits Anfang 2015 seine Investitionen in dem Land abgeschrieben. Die sozialistische Regierung hat bereits mehrmals Fabriken übernommen. Derzeit sind allein vor internationalen Schlichtungsstellen 20 Streitigkeiten zwischen Venezuela und enteigneten ausländischen Unternehmen anhängig.

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