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Betrug bei Verbrauchsangaben

Mitsubishi manipulierte bei fast allen Modellen

Mitsubishi hat bei weitaus mehr Wagen als bisher angenommen die Verbrauchsangaben manipuliert. Der japanische Autobauer gab jetzt, dass er bei fast allen Modellen seit 1991 betrogen hat .

Zunächst waren von den Japanern im März geschönte Verbrauchsangaben bei rund 625.000 Fahrzeuge in Japan eingeräumt worden. Genau handelt es sich um die Modelle Mitsubishi eK Wagon und eK Space sowie die von Mitsubishi für Nissan zugelieferten Kleinstwagen Nissan Dayz und Dayz Roox, alles wohl so genannte Kei-Cars. Die betroffenen Modelle wurden zwischen Juni 2013 und März 2016 angeboten. Der Verkauf wurde inzwischen gestoppt. Auf Mitsubishi entfallen 157.000 Fahrzeuge, Nissan ist mit 468.000 Einheiten betroffen.

Jetzt gestand der Autobauer ein, dass nahezu alle Modelle seit 1991 von Verbrauchsmanipulationen betroffen seien. Das verwendete Testverfahren habe nicht japanischen Standards entsprochen. Genaue Angaben zur Zahl der betroffenen Autos machte der Konzern nicht und verwies auf noch laufende Untersuchungen.

Die Manipulation der Verbrauchswerte sowie Abweichungen beim Messverfahren wurden bei internen Untersuchungen entdeckt. Mitsubishi entschuldigte sich bei seinen Kunden und Aktionären. Mit Nissan werde man über eine angemessene Entschädigung verhandeln. Zudem sollen die Untersuchungen nun auf Export-Modelle ausgedehnt werden. Daneben drohen dem Konzern Klagen der eigenen Kunden sowie Strafzahlungen an die Behörden.

Wegen der Manipulationen bei Verbrauchswerten will der Präsident des japanischen Autobauers Mitsubishi Motors seinen Posten aufgeben. Tetsuro Aikawa werde auf der Hauptversammlung am 24. Juni zurücktreten, teilte das Unternehmen mit.

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