Audi TT Sporback und Mercedesd CLA Paris Stefan Baldauf
Mercedes CLA
Audi TT Sportback
Mercedes CLA 220 CDI, Seitenansicht
Audi TT Sportback 26 Bilder

Vergleich Audi TT Sportback vs. Mercedes CLA

Audi-Studie ist das bessere Coupé

Der Audi TT Sportback mag die Idee des TT verwässern. Aber der Ableger des Kompaktcoupés ist das bessere Auto im Vergleich zum Mercedes CLA, dem Coupé-Derivat der A-Klasse.

Audi TT Sportback punktet schon als Studie gegen den CLA

Mercedes gilt seit dem CLS als Erfinder des viertürigen Coupés und hat mit der Übertragung der Idee in die Golfklasse einen echten Coup gelandet. Vor allem mit dem flotten Design und dem dennoch geräumigen Innenraum machte sich der CLA schnell Freunde. Es gibt ihn mit vier Benzinern, drei Dieselmotoren, Doppelkupplungsgetriebe und Allrad. Die Preise beginnen bei rund 30.000 Euro.

Aber bald bekommt der schnittige Schwabe womöglich Konkurrenz: In Paris zeigt Audi das Showcar TT Sportback (>>> zur Neuvorstellung), ebenfalls ein viertüriges Coupé. Entwicklungstechnisch ging es den umgekehrten Weg: Zuerst entwickelte Audi TT Coupé und Roadster auf Basis des Modularen Querbaukastens (MQB), der auch VW Golf oder Audi A3 als Unterbau dient, jetzt kommt der Viertürer zum Coupé. Und kann gleich mit etlichen Vorteilen gegenüber dem CLA punkten:

  • Der MQB bietet mehr Abstand zwischen Vorderrad und Spritzwand.
    Damit vermeidet der Audi TT Sportback eine Designschwäche des CLA.
  • Wie der TT und anders als der CLA hat der Sportback eine große Heckklappe.
    Beim Erstkontakt berichtete auto motor und sport-Chefredakteur Jens Katemann vom geräumigeren Fond des Sportback gegenüber dem CLA. Das zählt mehr als der größere Kofferraum des Mercedes.
  • Im Interieur des TT hat Audi seit jeher mehr Aufwand getrieben, als bei den technisch verwandten Kompaktmodellen.
    Der CLA hingegen ist innen nah an der A-Klasse und kann nicht mit dem innovativen TFT-Display im Zentralinstrument glänzen.
  • Bei der Entwicklung seiner neuen Kompakt-Baureihe verzichtete Mercedes auf elektronische Dämpfer.
    Speziell die sportlicheren CLA-Versionen erfordern daher zuweilen Abstriche beim Federungskomfort. Für den TT bot Magnetic Ride schon im Vorgänger deutliche Vorteile.
  • Zu guter Letzt sind auch die TFSI-Motoren in diesem Segment nur schwer zu toppen.
    Sportlicher als die Mercedes-Aggregate sind sie allemal.

Was könnte den Mercedes CLA retten?

Zunächst mal, dass er schon auf dem Markt ist, während beim Sportback die Serienfertigung noch nicht mal beschlossen ist. Selbst wenn der Audi TT Sportback kommt, dürfte er nicht die Variantenvielfalt des CLA erreichen. Dieselmotoren etwa gab es zwar schon im TT II, aber eine 109-PS-Version wie im CLA dürfte für den betont sportlichen TT immer tabu bleiben. Der CLA macht aber sicher mit den Dieselmotoren, vermutlich gerade mit den schwächeren, die meisten Stückzahlen. Er ist eben auch - Vorteil der Entstehungsgeschichte - eher kompakter Viertürer denn Coupé.

Die größte Chance, das erfolgreichere Modell zu bleiben, hat der Mercedes CLA freilich, wenn sich Audi zuerst für ein anderes TT-Derivat wie beispielsweise den Shooting Brake Quattro entscheidet.

Denn preislich könnte Audi den TT Sportback empfindlich nah am CLA platzieren: Ein CLA 250 (Doppelkupplungsgetriebe Serie) mit 211 PS kostet 39.151 Euro. Der TT mit 230 PS kommt als Selbstschalter auf etwa 38.300 Euro. Mit geschätzt 2.000 Euro Aufpreis für die zwei zusätzlichen Türen und 19-Mehr-PS ein überaus konkurrenzfähiges Angebot.

Also, Ingolstadt: Baut das Ding!

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