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Replica-Wahnsinn von Delahaye bis Jaguar

Neue Technik, alte Form

Mini Remastered David Brown Automotive Foto: David Brown Automotive 66 Bilder

Viele Klassiker wie Shelby-Cobra, Jaguar E-Type & Co. werden heute von Manufakturen schamlos kopiert, Ikonen werden mit moderner Technik und GFK-Haut zum automobilen Frankenstein umoperiert.

09.03.2018 Uli Baumann Powered by

Nein, wir sprechen hier nicht von der klassischen Replika, die auf einer Käfer-Plattform mit 34 PS-Boxermotor den Lamborghini Countach mimt. Vielmehr geht es um Manufakturen, die klassische Modelle wie den Shelby Mustang GT500 aus den 60er Jahren mit neuer Technik und einem Karosseriekleid im Original-Look versehen.

Mitsuoka Himiko Foto: Mitsuoka
Kommt recht britisch daher, das Teil. In Wahrheit handelt es sich aber um einen Mazda MX-5.

Gerne reproduziert werden auch Chevrolet Corvette-Modelle aller Generationen, wobei sich in den Entwürfen oft Stilelemente verschiedener Versionen miteinander vermischen. Unter dem Retro-Look arbeitet dabei durchweg moderne GM-Technik. Es muss kein echter Klassiker sein, nur ein Modell, das klassisch wirkt? Auch hier kann geholfen werden. Beim US-Tuner Anteros wird beispielsweise aus einer Corvette C6 ein Roadster im Ferrari 365-Stil. Mitsuoka in Japan verwendet als Basis einen Mazda MX-5 und wandelt diesen zu einem Roadster im Morgan-Look. Das Rezept liest sich in der Regel gleich: Man nehme eine moderne Technik-Plattformen und stülpe darüber ein klassisch angehauchtes Karosseriekleider aus Kunststoff.

Manchmal wird auch ein Original geopfert

Andere Manufakturen setzten auf selbst entwickelte Gitterrohrrahmen, die mit Aluminium- oder Kunststoffhäuten eingekleidet werden. Die verbaute Technik wird der Großserie entlehnt. So entstehen dann Nachbauten vom legendären Mercedes 300 SL oder dem AC Cobra Daytona Coupé.

VW Bus Tuning TreffenIrre Bullis in Hockenheim

Radikaler geht die Eagle-Truppe aus England vor. Der Modernisierung eines Jaguar E-Type fällt stets ein originaler Roadster zum Opfer. Singer in den USA geht einen ähnlichen Weg, macht aus einem Porsche 911 einen Porsche 911, allerdings einen der optisch 30 Jahre älter wirkt ohne technisch wirklich alt zu sein. Auch hier wird direkt mit dem Spenderfahrzeug gearbeitet.

In unserer Fotoshow haben wir verschiedene Modelle der modernen Klassiker zusammengetragen.

Neuester Kommentar

Diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Ich denke in 20 Jahren spätestens werden die meisten Fahrzeuge elektrisch unterwegs sein und alle mehr oder weniger die gleiche Technik unter der Gürtel - oder besser der Knöchellinie - haben. Energieverbrauch wird egal sein, Aerodynamik unwichtig. Dann kann sich jeder sein persönliches Lieblingsauto aus dem 3D Drucker rauslassen und einfach auf sein E-Chassis d'raufsetzen, vielleicht sogar in zwei oder drei Varianten? Den passenden Sound gibts natürlich auch - als mp3 - und der kommt dann aus dem Lautsprecher - aber natürlich nicht in der Umweltzone! Dort machen dann alle Autos leise Schafs- oder Kuhgeräusche ... oder spielen Mozart und Vivaldi.
Ja, Freunde, wir sehen goldenen Zeiten entgegen!
;-) Mähh!

jpnyc 2. April 2018, 19:56 Uhr
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