Vision Mercedes Maybach 6 in Paris

Ultimativer Luxus auf fast 6 Metern

Mercedes-Maybach Coupe Concept Paris Foto: Stefan Baldauf 101 Bilder

Mercedes zeigt in Paris sein fast 6 Meter langes Showcar, das ein mögliches Maybach Coupé wäre. Der Flügeltürer, der auf den Namen Vision Mercedes-Maybach 6 hört, strotzt vor Luxus und Technik.

Optisch soll die Studie das Aero-Design der Marke zitieren und zeigt sich mit einer extrem langen Motorhaube, knapp gezeichnetem Greenhouse und einer lang abfallenden Dachlinie, die bis in ein ebenso lang gestrecktes Heck mündet. Die Seitenansicht zieren eine lange Chromspange und Seitenschweller, die durch LED-Leuchtstreifen illuminiert sind. Die Kamera-Seitenspiegel fallen extrem schmal aus, die Felgen dafür umso größer: 24 Zoll messen sie und sind eine Weiterentwicklung der Felgen von der IAA Concept-Studie von 2015. Das schmale Fensterband verjüngt sich nach hinten in einer Fensterspitze, direkt dahinter prangt das Maybach-Logo.

Mercedes Maybach Coupé Studie Pebble Beach 2016
Hier fährt das Luxus-Coupé mit Flügeltüren 59 Sek.
Maybach Exelero Foto: Maybach
Mit dem Maybach Exelero gab es schon vor vielen Jahren eine Maybach-Studie.
Mercedes Maybach Coupé Studie Pebble Beach 2016 Foto: Daimler (Leak)
Der Innenraum: Fließend und organisch.

Vision Mercedes-Maybach 6 ist ein Flügeltürer

Während der vordere Überhang recht klein ausfällt, kommt der Heckabschluss mit einem großen Überhang daher. Die kleine chromumrandete Heckscheibe ist geteilt und wird von einer kräftigen scharfgezeichneten Sicke durchtrennt. Auf ihr thront eine weitere Bremsleuchte. Ein wenig mutet die Heckansicht wie eine moderne Interpretation des 540K Autobahnkurier von 1934 an. Ein langes und schmales LED-Leuchtenband ist prägt das Heck ebenso wie die Chromapplikationen und der schwarze Diffusor.

An der Front trägt der Vision Mercedes Maybach 6 schmale LED-Scheinwerfer, die dem Luxus-Coupé ein aggressives Antlitz geben. Außerdem trägt der Stoßfänger zwei aerodynamische Leitflächen rechts und links des neuen Grills.

Der fällt extrem breit sowie hoch aus – und wird von vertikalen Chromstreben dominiert. Er soll eine Neuinterpretation des Maybach-Grills darstellen und wird sicher bei künftigen Modellen zu sehen sein. Ein Maybach-Schriftzug thront prominent unterhalb des Mercedes-Sterns. Die Motorhaube trägt kräftige Sicken und Chromstreifen.

Mercedes Maybach Coupé Studie Pebble Beach 2016 Foto: Daimler (Leak)
Es zeigen sich das schmale Fensterband und die langgestreckte Motorhaube.

Maybach 6 mit reinem Elektroantrieb

Apropos Motor: Der Vision Mercedes-Maybach 6 ist ein reines Elektroauto, verfügt über vier E-Motoren, die permanent alle vier Räder antreibem. Die Akkus bauen flach und sind im Unterboden untergebracht. Sie verfügen über eine Ladeleistung von 350 kW und können per Schnellladung in 5 Minuten Strom für weitere 100 Kilometer Reichweite „zapfen“. Ansonsten lassen sich die Akkus an einer Steckdose, an öffentlichen Ladestationen oder per Induktion aufladen. Die gesamte Reichweite beträgt 500 Kilometer. Alle weiteren technischen Infos sehen Sie in unserer Tabelle.

Da sich unter der langgestreckten „Motor“-Haube viel Stauraum befindet hat Mercedes-Maybach dort ein exklusiv für das Fahrzeug angefertigtes zweiteiliges Kofferset untergebracht. Darüber hinaus wurde ausreichend Platz für weitere Accessoires wie beispielsweise Picknick-Zubehör oder persönliche Gegenstände vorgesehen.

Technische Daten Vision Mercedes-Maybach 6

Vision Mercedes-Maybach 6 Technische Daten
Karosserie: Coupé
Sitzanordnung: 2+2
Motor: 4 Elektromotoren
Leistung: 550 kW (750 PS)
0 - 100 km/h unter 4 sec.
V-max: 250 km/h
Akku-Kapazität: ca. 80 kWh
Antrieb: Allrad
Räder 24 Zoll
Länge 5.700 mm
Breite 2.100 mm
Höhe 1.328 mm

Serienfertigung ungewiss

Denn schließlich hat der Vision Mercedes-Maybach 6 2 ausgewachsene Passagier an Bord – unter Umstanden noch 2 Kinder auf den Notsitzen. Die Mitreisenden verbringen die Reisezeit in einem fließenden und organischen Innenraum. Die Schalensitze sind integriert, ein umlaufendes Displayband zeigt alle nur erdenklichen Fahrzeug-, Infotainment- und Kommunikationsdaten. Auch ein großes Head-up-Display ist verbaut. Die Lenksäule steht frei im Innenraum, der Fahrer greift in ein Zweispeichenlenkrad und schaut bei allen Bildschirmen auf zwei klassisch rund ausgeführte Cockpitanzeigen.

In Türen und Instrumententafel weicht das traditionelle Zierteil aus Holz den digitalen Bedien- und Anzeigeoberflächen. Als Gegenpol dazu wird Rüster (Ulme) im Bereich des Bodens eingesetzt und schafft einen edlen Yachting-Look. Rüster ist das hellste offenporige Holz, an dessen Serieneinsatz Mercedes-Benz zurzeit arbeitet.

Ob der Vision Mercedes-Maybach 6 nur eine Vision bleibt, ist abzuwarten.

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