Volkswagen

Erfolgreich gegen die Krise

Foto: dpa

Europas größter Autobauer Volkswagen hat trotz der Krise in der Branche in den ersten neun Monaten 2008 bei Umsatz und Gewinn noch gut zugelegt. Der Wolfsburger Konzern bestätigte anders als viele Konkurrenten seine Erwartungen für das Jahr 2008.

VW gehe unverändert davon aus, bei Absatz, Umsatz und operativem Ergebnis die Vorjahreswerte zu übertreffen, teilte VW am Donnerstag (30.10.) in Wolfsburg mit. "Mit seiner jungen und umweltfreundlichen Modellpalette, einer flexiblen Produktion, soliden Finanzen und einer herausragenden Mannschaft steht der Konzern auf einem festen Fundament", erklärte VW-Chef Martin Winterkorn.

Das operative Konzernergebnis stieg von Januar bis September 2008 um 15,0 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode. Die Umsatzerlöse lagen mit 85,4 Milliarden Euro um 5,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 3,7 Milliarden Euro, 28,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Weltweit lieferte VW 4,8 Millionen Autos aus, eine Steigerung von 3,9 Prozent. Der weltweite Pkw-Marktanteil habe sich damit von 9,6 auf 10,1 Prozent erhöht. Trotz Finanzkrise und eines schwachen Branchenumfeldes legte VW auch im September mit 550.000
Auslieferungen noch um 0,7 Prozent zu.

VW und Audi im Plus

Die Marke Volkswagen-Pkw steigerte ihr operatives Ergebnis um 37 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Mehr Verkäufe und Kostensenkungen hätten Belastungen aus der ungünstigen Wechselkurssituation mehr als ausgleichen können. Auch bei Audi hätten Absatzsteigerungen und günstigere Produktkosten zu einem verbesserten Ergebnis von 2,1 (1,8) Milliarden Euro geführt. Bei der erfolgsverwöhnten tschechischen Tochter Skoda sei das operative Ergebnis von 526 auf 455 Millionen Euro dagegen gesunken, vor allem wegen ungünstiger Wechselkursverhältnisse.

Seat weiter Sorgenkind

Sorgenkind blieb die spanische Tochter Seat, die einen Verlust von 30 Millionen Euro verbuchte, nach einem Minus von zwölf Millionen im Vorjahreszeitraum.

Einen wichtigen Beitrag zum Konzernergebnis leistete erneut die Dienstleistungssparte, die unverändert 744 Millionen Euro verdiente. Auch bei Volkswagen Nutzfahrzeuge führten ein um 10,5 Prozent höherer Absatz und Kostenoptimierungen zu einem gegenüber dem Vorjahr fast doppelt so hohen Ergebnis von 283 (148) Millionen Euro. Der schwedische Lkw-Bauer Scania wurde als neunte Konzernmarke konsolidiert.

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