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Volvo 343/340 Volvos letzter Heuler

Es gibt ein paar Fehler, die ein Hersteller Mitte der siebziger Jahre bei der Konstruktion eines Kompaktautos keinesfalls machen sollte:

Den Motor längs statt quer einbauen, nicht die vorderen, sondern die hinteren Räder antreiben, einen Transaxle- Antrieb aushecken oder unter die Rücksitzbank ein breit und hoch bauendes, stufenloses Riemengetriebe stopfen.

Volvo gelingt es, das alles im 343 zu verwirklichen. Man muss den Schweden aber zugestehen, dass sie den 343 nicht selbst verursachen, sondern ihn aus der holländischen DAF-Erbmasse bekommen.

Das DAF-typische Getriebe ahmt mit seinem Heulen das Fahrgeräusch einer Straßenbahn nach. Trotz des Dynamik versprechenden Transaxle-Konzepts gleicht auch das Fahrverhalten des 343 dem einer Tram: unbeirrbarer Geradeauslauf – gerade in Kurven.

Lahmer Motor und ein Un-Fahrwerk

Für motorische Impotenz sorgt ein 1,7- Liter-Benziner von Renault. Die Hälfte seiner Leistung verstrickt sich im Riemengewirr, die andere beschleunigt den 343 sehr zärtlich. Immerhin crasht er sicher – und das ist vielleicht überhaupt die Lösung.

  • Bauzeit: 1976- 1990.
  • Motor/Antrieb: Vierzylinder-Reihenmotor, vorn längs, 1397 cm3, 70 PS bei 5500/min, Hinterradantrieb über Transaxle.
  • Fahrwerk: Vorn Einzelradaufhängung an Querlenkern, hinten De Dion-Achse, Blattfedern.
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