Volvo und Google kooperieren

Volvo nutzt Android als Betriebssystem im Auto

05/2018, Volvo Google Kooperation Foto: Volvo 5 Bilder

Zukünftige Volvo-Modelle werden das Betriebssystem Android als Software für das Infotainment nutzen. Google Maps wird die Navigationslösung. Echtzeit-Verkehrsdaten kommen unter anderem von vernetzten Fahrzeugen des Herstellers.

Der schwedische Autobauer Volvo nutzt Technologie von Google für die nächste Generation von Infotainmentsystemen. Die Unterhaltungs- und Informationselektronik im Auto wird auf Basis des Android-Betriebssystems entwickelt.

Damit sollen zukünftigen Volvo-Kunden viele Apps aus dem Google Play Store zur Verfügung stehen. Das Navigationssystem wird Kartendaten und die Echtzeit-Verkehrsinformationen von Google Maps nutzen. Außerdem zieht der Google Assistant als zentrale Sprachsteuerung bei Volvo ein.

Henrik Green, Senior Vice President für Forschung und Entwicklung bei Volvo, erklärt: „Wir bringen Google Services ins Auto, beschleunigen damit die Innovationen im Bereich Konnektivität und treiben die Entwicklung von Applikationen und vernetzten Diensten voran.“

Navigation mit Echtzeit-Verkehrsdaten

Die Zusammenarbeit mit Google ist für Volvo auch ein Schachzug, der viel Geld sparen wird. Anstatt eine Software als Insellösung zu entwickeln und diese laufend up-to-date zu bringen, kann auf die bewährten Programme von Google zurückgegriffen werden. Davon profitieren auch die Kunden, vor allem bei der Navigationslösung. Ob die Kooperation von Volvo mit Google Apple CarPlay aus den Modellen der Marke ausschließt, ist nicht bekannt.

Auch bei der aktiven Sicherheit sucht Volvo den Schulterschluss mit einem anderen Unternehmen. Der Nutzfahrzeugkonzern Volvo Trucks, der mit dem zur chinesischen Geely-Gruppe gehörenden PKW-Geschäft nur mehr den Markennamen gemeinsam hat, ist Partner für den Austausch von Echtzeit-Fahrzeugdaten.

Vernetzung von PKW und LKW

Noch im Laufe dieses Jahres werden PKW und Nutzfahrzeuge auf den Markt kommen, die untereinander anonymisierte Daten austauschen und damit andere Verkehrsteilnehmer vor Unfällen oder Gefahren warnen. Dazu wird das Gefahrenwarnsystem, das Volvo seit 2016 in Schweden und Norwegen anbietet, auch auf die gleichnamigen LKW ausgeweitet.

„Der Austausch von Echtzeit-Daten unserer vernetzten Sicherheitstechnik kann Unfälle vermeiden“, sagt Malin Ekholm, Vice President des Safety Centre bei Volvo Cars. Neben der Zusammenarbeit mit Volvo Trucks, die auch Eigentümer von Renault Trucks sind, ist er auch offen für weitere Partner: „Je mehr Fahrzeuge ihre Sicherheitsinformationen in Echtzeit teilen, desto sicherer werden unsere Straßen.“

Ein Unfall und der daraus resultierende Stau wird dann nicht nur als Datenpaket an den Volvo geschickt, sondern dessen Fahrer auch auf den Karten von Google Maps-Karten im Navigationssystem angezeigt.

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