Crashtest, Volvo XC90, ditch-test Volvo
Crashtest, Volvo XC90, ditch-test
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Crashtest, Volvo XC90, ditch-test 16 Bilder

Volvo XC90 im Crashtest

Sicher über die Schanze im Schweden-SUV

Crashsicherheit bei normierten Tests beweisen, das können die meisten Hersteller. Volvo macht sich’s schwerer: Wie der XC90 Insassen schützt, wenn er von der Straße abkommt, abhebt und hart wieder aufkommt.


Eigentlich ist es nach wenigen Sekunden vorbei und dennoch dauert er viel, viel länger als ein üblicher Crashtest-Ablauf gegen eine feste Barriere. Die Rede ist von einem so genannten Ditch-Test, einer nicht genormten, von Volvo inszenierten und so zu sagen hauseigenen Testprozedur, die dem realen Geschehen auf der Straße näher kommen soll als normierte Crashs à la Euro-NCAP etwa. Folgendes Horrorszenario: Eine dreiköpfige Familie mit einem Kleinkind auf einem Reboard-Sitz im Fond gerät bei 80 km/h von der Straße ab, kommt so in eine Abfolge verschiedener Kollisions-Szenen und schlägt nach mehreren Dutzend Metern schließlich final in einer Böschung ein.


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Volvo XC90 im Offroad-Crashtest
1:01 Min.

Volvo XC90: Sitz mit Knautschzone statt Rollstuhl

Besonders kritisch dabei: Die Insassen sind einer Folge unkontrollierbarer Schleuderbewegungen ausgesetzt. Selbst dann – das hat sich Volvo zum Ziel gesetzt – sollen die Passagiere optimal geschützt werden. Und das, obwohl der XC90 beim Ditch-Test einen filmreifen Schanzensprung über eine realistische Geländewölbung hinlegt. Das sieht zunächst gar nicht so dramatisch aus und das Auto übersteht den Stunt äußerlich nahezu unbeschadet. Für die Passagiere könnte das allerdings fatale Folgen haben. Denn bei der „Landung“, so haben die schwedischen Sicherheitsforscher in realen Unfällen festgestellt, drohen massive Wirbelsäulenschäden.

Deshalb haben sie dem XC90 eine Sitzkonstruktion spendiert, bei der ein spezielles, mechanisches Deformationselement die Aufschlagenergie weitgehend absorbiert. Und damit die Schutzfunktion auch effektiv wirken kann – und das ist eine weitere Schutzfunktion – müssen die Insassen zuvor mit einem elektrischen Gurtretraktor auf ihren Sitzen fixiert werden, sobald die Sensorik das Verlassen der Fahrbahn registriert.

Straßen-Verlassens-Erkennung statt nur Spurverlassenswarnung

Diese Innovation soll den XC90 mit einer ganzen Reihe von Features "zum sichersten SUV der Welt machen“, wie Peter Mertens, verantwortlich für Forschung und Entwicklung, versichert. Bekannte Bausteine bei wie Front-, Seiten- und Knie-Airbags, Gurte und Gurtstraffer mit Pre-safe-Funktion, eine Lenksäule, die beim Crash ebenso zurückzieht wie die Pedalerie im Fußraum und natürlich eine crash-optimierte Karosseriestruktur mit einem gestuften Materialmix verschiedener Stahlqualitäten und Aluminium unterstützen die neuartigen Sitze.

Hinzu kommen Komponenten der aktiven Sicherheit. Erkennen des Abweichens von der Fahrspur via Kamera, die auch andere Verkehrsteilnehmer einschließlich der Fußgänger „sieht“. Damit gekoppelt: der automatische Bremseingriff, dann wenn Gefahr droht.

Es sind also nicht alle Technologien im XC90 neu. Aber ihre Integration im neuen Schweden-SUV, der im Juni 2015 bei den deutschen Händlern im Verkaufsraum stehen soll, ergibt ein beeindruckendes Packet automobiler Sicherheit. Mit diesem Konzept sehen sich die Volvo-Ingenieure in einer weltweiten Führungsrolle. Sie gehen davon aus, dass sie damit einen großen Schritt hin zu ihrer Vision 2020 geschafft haben: Niemand mehr soll im Jahr 2020 in einem neuen Volvo ernsthaft verletzt oder gar getötet werden.

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