Vredestein Leser Test Drive, Porsche 911 Arturo Rivas
Vredestein Leser Test Drive, Person
Vredestein Leser Test Drive, Theorieunterricht
Vredestein Leser Test Drive, Reifenworkshop
Vredestein Leser Test Drive, Audi TT 8 Bilder

Leser Test Drive

Vredestein-Reifen-Workshop

Sportwagen auf der Suche nach ultimativem Grip: Beim Vredestein-Reifen-Workshop näherten sich 60 auto motor und sport-Leser im Grenzbereich den Unterschieden zwischen sportlichen All-Season- und modernen High-Performance-Reifen

Der Leser-Test-Drive mit Vredestein und auto motor und sport hat Tradition. Schon zum dritten Mal bittet der holländische Reifenhersteller ambitionierte auto motor und sport-Leserinnen und Leser ins Fahrsicherheitszentrum nahe des legendären Eifel-Rundkurses. Drei Gruppen zu je 20 Teilnehmern waren geladen. Es galt herauszufinden, welche Vorteile moderne Hochgeschwindigkeits-Allwetterreifen auf unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen haben und ob sich mögliche Dynamiknachteile durch kluge Wahl der Reifendimension kompensieren lassen.

Vor dem umfangreichen Praxisteil war zunächst etwas Theorie Pflicht: In „Fahrphysik light“ führte auto motor und sport-Reifenexperte Thiemo Fleck in die Grundlagen der dynamischen und sicheren Fahrzeugbeherrschung ein und erläuterte zusammenfassend die komplexen Abläufe der auto motor und sport-Reifentests. Details zu Reifenkonstruktion, zur Funktion und Mechanik von Profilen, sowie zum Vredestein-Allseason-Produktportfolio lieferte Vredestein Reifentestchef Tjeerd Buijinck.

Am Folgetag stand das Fahren im Vordergrund: Für den Vergleich der Haftungsreserven auf glatten Straßen oder auf Schnee dienten leistungsstarke Audi TT, ausgestattet wahlweise mit Vredesteins Ultra-High-Performance-Sommerreifen Ultrac Satin oder dem Hochgeschwindigkeits-Allwetterreifen Quattrac pro.

Bremsen will trainiert sein

Vredestein Leser Test Drive, Audi TT
Arturo Rivas

Bei Messungen der Bremswege ergaben sich deutliche Unterschiede in den Bremswegen. Auf glatter Bahn deutlich im Vorteil: Die Allwetterreifen. Die Bremswege mit Sommerreifen waren im ungünstigsten Fall fast doppelt so lang.

In kleinen, aber intensiven Übungseinheiten tasteten sich die Teilnehmer dann immer näher an die Grenzbereiche von Fahrzeug und Reifen heran. Die Frage: „Kann ein Allwetterreifen denn auch bei hohen Außentemperaturen soviel Grip aufbauen wie ein Sommerreifen“ sollte der schnelle Spurwechsel auf sommerlich glühendem Asphalt beantworten. Aus einer eng gesteckten Pylonengasse mussten hier die TT mit zunehmenden Geschwindigkeiten und engagierten Manövern in eine zweite, um rund eine Fahrzeugbreite versetzte Gasse gelenkt werden. Ein Manöver, wie es etwa auf der Autobahn beim Ausweichen um ein plötzlich auftretendes Hindernis notwendig sein könnte.

In beinahe atemberaubendem Tempo pfeilten die TT durch die Gassen, dass dabei das eine oder andere Hütchen abgeräumt wurde, war kalkuliertes Risiko. „Beeindruckend, was neueste Allwetterreifen heute für ein sportliches Potenzial haben“, staunte Teilnehmerin Chrisine Renner nach dem Tanz durch die Pylonen. Dass man mit den Allseasons hier noch so schnell und präzise durchkommt, hätte ich nicht erwartet„. Die Lichtschrankenmessung bestätigt: Nur 10 km/h sind das Geschwindigkeitsdefizit des Quattrac pro-Allwetterreifens gegenüber dem super-sportlichen Ultrac Satin.

Doch damit nicht genug. Zu den Erfahrungen im Grenzbereich sammelten die Teilnehmer Praxis im Kurvenbremsen und bei plötzlichem Über- oder Untersteuern. Welche von den Teilnehmern noch ungenutzte Reserven in supersportlichen Sommerreifen stecken, demonstrierten die beiden Reifentester in Porsche 911 bei “hot laps„ auf trockenem und nassem Asphalt.

Viel Spaß für Fahrer und Zuschauer gab es bei der abschließenden Twist-Challenge: Hier musste ein eng gesteckter Pylonen-Parcours auf Zeit umrundet werden. Und zwar mit einem Skoda Fabia bei dem statt einer konventionellen Hinterachse drehbare Rollen angebracht waren. Schnell war nur, wer diesen motorisierten Einkaufswagen mit viel Gefühl bewegte – die Preise für schnelle Rundenzeiten wurden nicht umsonst häufig von Damen eingeheimst.

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