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Anzeige gegen Ex-Skoda-Personalchef

Volkswagen hat Anzeige gegen den früheren Personalchef der tschechischen VW-Tochter Skoda, Helmuth Schuster, erstattet. Schuster soll Schmiergelder von Zulieferfirmen verlangt haben.

Ein VW-Sprecher sagte am Dienstag (28.6.): "Wir haben heute bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig Sachverhalte zu Anzeige gebracht." Zu Details wollte er sich nicht äußern. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig sagte "Focus online", VW werde in dieser Woche Unterlagen an die Justiz aushändigen. Die Justiz will anschließend entscheiden, ob sie ein Ermittlungsverfahren aufnimmt.

Schuster soll in eine Schmiergeldaffäre verwickelt sein und sich gleichzeitig lukrative Aufträge vom VW-Konzern erschlichen haben. Nach einem Bericht des "Focus" musste er seinen Posten bei Skoda räumen, weil er Schmiergelder für die Autoproduktion von VW in Indien verlangt haben soll. Das soll ein Zulieferer berichtet haben.

Zudem habe er über Strohmänner und Tarnfirmen mit seinem Arbeitgeber lukrative Verträge als VW-Generalimporteur für Indien und Angola abgeschlossen, berichtete das Magazin. Der 51-Jährige galt nach dem Bericht auch als Vertrauter von VW-Personalchef Peter Hartz. Schuster war seit Januar 2001 im Skoda-Vorstand und seit 1991 im VW-Konzern. Er schied Mitte Juni aus.

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