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Belegschaften werden ausgespielt

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Der VW-Betriebsrat hat davor gewarnt, die Belegschaften bei einer Produktionsverlagerung des Golf-Rechtslenkers aus Südafrika nach Wolfsburg gegeneinander auszuspielen. Die Arbeitnehmervertreter würden dem Projekt nur zustimmen, wenn die Kollegen am südafrikanischen Standort Uitenhage dafür einen adäquaten Ersatz erhielten, erklärte Betriebsratschef Bernd Osterloh am Mittwoch (29.8.) in Wolfsburg.

Die Frage werde derzeit mit dem Vorstand erörtert. An erster Stelle stehe die Sicherung der Arbeitsplätze. Das gelte für Südafrika genauso wie für Deutschland. VW hat in Südafrika rund 6.600 Beschäftigte.

Stammwerk wird gestärkt

Um sein Stammwerk Wolfsburg zu stärken, will Volkswagen weitere Produktionskapazitäten für das wichtigste Modell Golf dort schaffen. Dazu solle auch die Produktion des Rechtslenker-Golfs für den asiatisch-pazifischen Raum aus Uitenhage ab Mitte 2008 nach Wolfsburg verlagert werden, war aus Unternehmenskreisen bekannt geworden. Für das südafrikanische Werk wäre das ein großer Verlust, denn die Fertigung des Rechtslenker-Golfs macht dort etwa ein Drittel der Gesamtproduktion aus.

Ein Ersatz für das Werk in der Nähe von Port Elizabeth sei noch unklar, hieß es bisher bei VW. Es gebe auch noch keine endgültige Entscheidung über die Verlagerung. In der Tarifrunde 2006 hatte der VW-Vorstand der IG Metall unter anderem Produktionszusagen für die westdeutschen Werke gegeben - dazu zählte auch ein neues Modell für Wolfsburg. Dies soll nun der bisher in Südafrika gefertigte Rechtslenker-Golf sein. Mit dem Modell soll Wolfsburg 40.000 bis 45.000 zusätzliche Fahrzeuge bekommen und rund 1.100 Jobs erhalten bleiben, die mit der Umstellung auf den neuen Golf im Herbst 2008 und Produktivitätsfortschritten sonst zu viel an Bord wären.

Soziale Verantwortung in schwierigen Zeiten

Der Betriebsrat betonte jetzt, zwischen dem südafrikanischen Standort und der Volkswagen Belegschaft in Deutschland bestehe seit Jahrzehnten ein besonderes Verhältnis, das bis in die Zeiten des Apartheid-Regimes zurückreiche. Auch jetzt noch unterstütze die Volkswagen-Belegschaft mehrere Straßenkinderprojekte. Osterloh betonte daher: "Insofern muss sich niemand Sorgen machen, dass wir einer Produktverlagerung von Südafrika nach Deutschland zustimmen werden, wenn sich dies negativ auf die Beschäftigung am Standort Uitenhage auswirkt." Betriebsrat und Unternehmen seien ihrer sozialen Verantwortung stets gerecht geworden, auch in schwierigen Zeiten.

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