VW bietet mehr Abfindung

Foto: ams

Europas größter Autobauer Volkswagen hat zur Beschleunigung des angestrebten Stellenabbaus die Abfindungsangebote an die Beschäftigten aufgebessert.

In der kommenden Woche würden alle 85.000 Tarif-Mitarbeiter in den westdeutschen Werken einen entsprechenden Brief erhalten, sagte ein Sprecher von Volkswagen am Freitag (26.5.) in Wolfsburg und bestätigte damit Medienberichte. Schnellentschlossene könnten außerdem mit einem Zuschlag rechnen. Details nannte er nicht. Die bisherigen Abfindungsangebote waren erst von einigen hundert Beschäftigten angenommen worden.

Das Unternehmen hat bisher noch keine konkreten Angaben zum angestrebten Stellenabbau gemacht. Er ist Teil eines umfassenden Paketes zur Runderneuerung der Konzernstrukturen, über das Vorstand und Betriebsrat derzeit verhandeln. VW-Chef Bernd Pischetsrieder hatte gesagt, bis zu 20.000 Arbeitsplätze könnten davon mittelbar oder unmittelbar betroffen sein. Damit stünde jeder fünfte Job bei VW in Westdeutschland zur Disposition. Neben Abfindungen hatte das Unternehmen 16.000 Beschäftigten bereits Altersteilzeitverträge angeboten.

Das neue Angebot sei vor allem für jüngere Mitarbeiter attraktiv, die nicht auf viele Betriebszugehörigkeitsjahre zurückblicken könnten, schrieben Zeitungen. Wer sich bis 30. September zum Abschied entschließe, bekomme eine dicke Prämie. Langjährige Beschäftigte könnten mit bis zu einer Viertel Million Euro rechnen. VW wollte keine Zahlen nennen. In der Branche wird aber davon ausgegangen, dass die bei Daimler-Chrysler gezahlten Abfindungen die derzeitigen Maßstäbe setzten. Dort waren teils sechsstellige Beträge gezahlt worden.

Arbeitsplätze stehen auch bei der VW-Tochter Skoda auf dem Prüfstand. Derzeit laufe eine interne Untersuchung, bei der es unter anderem um die Frage gehe, ob in einzelnen Bereiche Stellen eingespart werden könnten, sagte der für Personal verantwortliche Skoda-Manager Martin Jahn der Nachrichtenagentur Bloomberg. In Frage stehen 2800 Jobs. Dies betreffe aber ausschließlich Bereiche wie Gebäudemanagement oder Logistik und nicht die Produktion. Ein Sprecher ergänzte, deutsche Standorte seien nicht betroffen.

Skoda überprüfe die Kosten, um die Eigenkapitalrendite von derzeit 7,5 Prozent auf neun Prozent zu erhöhen, sagte Jahn. Bis 2010 wolle Skoda außerdem den jährlichen Ausstoß auf eine Million Fahrzeuge verdoppeln.

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