Winterkorn Stefan Baldauf / Robert Kah

VW-Chef Winterkorn

Zu viele Cabrios, zu wenige SUV

Eine Neujustierung der Modellpalette und des Vertriebs plant VW-Konzernchef Martin Winterkorn. Auf einem Treffen von Spitzenmanagern im nächsten Herbst will Winterkorn Eckpunkte nennen, bestätigte Winterkorn gegenüber auto motor und sport.

Gerade vor dem Hintergrund der schwachen Absatzzahlen in den USA will Winterkorn die Modellpalette überdenken und plant zudem kürzere Modellzyklen. "Wir haben zwölf Cabrios, aber zu wenige SUV", sagte Winterkorn.

Modellpalette schneller überarbeiten

Künftig werde nicht mehr jedes Modell automatisch einen Nachfolger bekommen, so Winterkorn. Auf dem Genfer Automobilsalon hatte der Konzernchef schon angedeutet, dass der Sharan keinen Nachfolger mehr bekommen soll. Gleichzeitig plädiert Winterkorn dafür, Modelle rascher zu überarbeiten und optische Änderungen in kürzeren Intervallen anbieten. Auch die Produktzyklen sollen kürzer werden, um schneller auf veränderte Kundenwünsche reagieren zu können.

Zugleich will Winterkorn den VW-Vertrieb für neue Aktionsformen und beispielsweise stärker für das Internet öffnen, wie das schon BMW und Daimler sowie Audi mit den "Audi City"-Showrooms getan haben. Denkbar sind beispielsweise temporäre Showrooms und Verkaufsaktionen in Großstädten vorstellen. Auch das Internet soll eine größere Rolle spielen, weil die Produktpalette der Konzernmarken inzwischen so groß ist, dass sie sich nicht mehr im Handel präsentieren lässt. Schon die Premiumtochter Audi hat aktuell 50 Modelle und wird auf 60 Modelle erweitert. Diese Vielfalt könne kein Händler mehr in seinen Verkaufsräumen präsentieren.

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