VW

China und Brasilien treiben

Angetrieben von einem starken Wachstum in China und Brasilien hat der VW-Konzern im ersten Quartal 2008 einen Absatzrekord erzielt. Der Autokonzern lieferte in den ersten drei Monaten dieses Jahres weltweit 1,57 Millionen Fahrzeuge aus.

Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. VW sprach am Montag (14.4.) in Wolfsburg vom erfolgreichsten ersten Quartal seiner Geschichte. Der Konzern sei auf einem guten Weg, auch im Gesamtjahr 2008 einen neuen Verkaufsrekord zu erreichen. Als Grund nannte VW etwa eine breitere Modellpalette.

Volkswagen will auf längere Sicht zum weltweit größten Autobauer aufsteigen und hat vor allem Toyota den Kampf angesagt. Die Japaner setzten wie der US-Autobauer General Motors im vergangenen Jahr etwa 9,37 Millionen Fahrzeuge ab. Dahinter folgte Ford mit einem Absatz von rund 6,5 Millionen Autos vor dem VW-Konzern mit rund 6,2 Millionen Fahrzeugen. Wachstumstreiber im VW-Konzern sind derzeit vor allem die Märkte China und Brasilien. In China, dem vor Deutschland größten Einzelmarkt des Konzerns, wuchs der Absatz im ersten Quartal um fast ein Drittel auf rund 268.000 Fahrzeuge. In Brasilien steigerte sich die Zahl der Auslieferungen um fast ein Viertel auf rund 148.000 Fahrzeuge. Im Heimatmarkt Deutschland verzeichnete der VW-Konzern ein Plus von 2,6 Prozent auf rund 241.000 Fahrzeuge.

Weitere Zukunftsmärkte: Russland und Indien

Massiv zulegen will der Konzern künftig vor allem in Russland und Indien. In beiden Wachstumsmärkten ist der Konzern bislang noch vergleichsweise schwach. In Russland verkaufte Volkswagen im ersten Quartal 2008 konzernweit rund 23.000 Fahrzeuge, das war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von fast 58 Prozent. In Indien erzielte der Konzern einen Zuwachs von 46 Prozent auf rund 5.000 Fahrzeuge. Größtes Sorgenkind des Konzerns bleibt der US-Markt. In den ersten drei Monaten sank der Absatz in einem rückläufigen Gesamtmarkt um 0,7 Prozent auf rund 72.000 Autos.

Unter den acht Konzernmarken steigerte die Marke Volkswagen Pkw ihren Absatz von Januar bis Ende März um mehr als acht Prozent auf rund 920.000 Autos. Die tschechische Tochter Skoda schaffte ein Plus von fast 16 Prozent auf rund 173.000 Fahrzeuge. Audi erzielte einen Zuwachs von 1,3 Prozent auf rund 251.000 Autos, VW Nutzfahrzeuge ein Plus von 12 Prozent auf rund 123.000 Fahrzeuge. Dagegen sank der Absatz der spanischen Marke Seat im ersten Quartal um 7,5 Prozent auf rund 101.000 Fahrzeuge. VW nannte als Grund die Schwäche des Gesamtmarkts in Spanien und Italien.

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