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Chinageschäft fällt geringer aus

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Update ++ Volkswagen rechnet wegen zunehmender Konkurrenz und eines höheren Preisdrucks mit sinkenden Gewinnen im Chinageschäft.

"Der harte Wettbewerb wird auch in den kommenden Quartalen und Jahren weiter andauern", sagte der VW-Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder am Mittwoch (18.8.) auf einer Analystenkonferenz in London. "Daher müssen die Unternehmen Kosten sparen und daher haben wir unser ForMotion-Programm aufgelegt."

Mit seinem Sparprogramm "ForMotion" sieht sich der Konzern gut unterwegs. "Wir sind auf einem guten Weg, über eine Milliarde Euro in diesem Jahr einzusparen", sagte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Im kommenden Jahr sollen dann noch einmal mindestens drei Milliarden Euro eingespart werden. Der größte Teil entfalle dabei auf Kosten bei der Produktion.

Unterdessen wird auch das Chinageschäft Ziel der Sparvorhaben von Volkswagen. Während der Konzern einerseits Investitionen von etwa 5,3 Milliarden Euro und die Errichtung von zwei neuen Joint Ventures angekündigt hat, mache der zunehmende Preisdruck weitere Kostensenkungen nötig. So sollen in den beiden Joint Ventures FAW VW und Shanghai Volkswagen bis Ende kommenden Jahres 410 Millionen Euro eingespart werden.

Pischetsrieder schloss weitere Preissenkungen nicht aus. "Wir werden aber nie eine führende Rolle dabei spielen", ergänzte Pötsch. Der Konzern werde seinen Marktanteil nicht "um jeden Preis verteidigen". Die internationalen Autobauer liefern sich in China derzeit eine harte Preisschlacht. Im ersten Halbjahr 2004 hatte der Wolfsburger Konzern erstmals einen Absatzeinbruch in China erlebt.

Für das Gesamtjahr rechnet Pischetsrieder mit einer Absatzsteigerung auf 700.000 bis 800.000 Fahrzeuge in China. Im vergangenen Jahr hatten beide Auto-Joint-Ventures plus Importe einen Absatz von 697 000 Fahrzeugen ausgemacht. Das Ergebnis soll 2004 unter Vorjahresniveau liegen (operatives Ergebnis 2003: 561 Millionen Euro). "Wir werden aber auch in 2004 und in 2005 in China ein beeindruckendes Ergebnis einfahren", sagte Pötsch.

Neben der Baustelle China bereitet auch das US-Geschäft Probleme. Der Absatz blieb in den ersten sieben Monaten um 11,5 Prozent unter dem Vorjahr. Allein im ersten Halbjahr fuhr der Konzern hier ein operatives Minus von gut einer Milliarde Euro ein. "Dieser Verlust war nicht unerwartet, weil wir die Preisanreize weiter anheben mussten", sagte Pischetsrieder.

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