VW Eco-Racer

Der Sport-Sparer

Foto: VW 10 Bilder

Da der VW Lupo TDI 3L als Sparmodell nicht richtig auf Schlagzahl kam, geht VW mit dem Eco-Racer, der auf der Tokio Motor Show Weltpremiere feiert, einen neuen, sportlichen Weg, die Kundschaft für ein Sparmobil zu begeistern.

Der Eco-Racer ist dabei nicht nur Spritsparmodell, sondern durch seine Variabilität Coupé, Roadster und Speedster zugleich. In jedem Falle will der Eco-Racer sportlich sein, was auch das Karosseriedesign mit dem großen Lufteinlass an der Front, den LED-Scheinwerfern rundum, den Lufteinlässen auf Höhe der B-Säule sowie die knackigen Proportionen und kraftvollen Linien eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Die komplett aus Kohlefaser gefertigte Karosserie des Mittelmotorsportlers ist 3,77 Meter lang, 1,74 Meter breit und nur 1,21 Meter hoch. Zwischen den 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, auf denen vorne Reifen der Dimension 175/55 und hinten 225/45er Pneus aufgezogen sind, spannt sich ein Radstand von 2,48 Metern. Die Überhänge vorn und hinten sind extrem kurz. Sobald eine Tür geöffnet wird, schwenkt der darüberliegende Dachflügel automatisch nach oben und gibt den Einstieg ins Cockpit frei. Das komplette T-Bar-Roof ist abnehmbar und kann hinter den Sitzen verstaut werden. Und auch die Heckhutze lässt sich entfernen. Schließlich kann der Windschutzscheibenrahmen als komplettes Modul gegen eine kurze Rennscheibe getauscht werden.

Unverändert bleibt in allen Varianten das Ambiente der Passagiere, die auf lederbezogenen Sportschalen in einem Ambiente aus Kohlefaser und Aluminium Platz finden. Den Fahrer erwartet zudem ein kleines Dreispeichen-Airbagsportlenkrad mit dahinter liegendem Zentraldisplay und integrierten Infotainmentfunktionen, das zusammen mit der Lenksäule verstellt werden kann. Der Rest der Bedienelemente wurde auf das wesentliche reduziert. Ein am Schalthebel wählbarer Race-Modus lässt die Servolenkung zudem knackiger agieren, das ESP später eingreifen und passt auch die Motor/Getriebeabstimmung an den Fahrerwunsch an. Ein MMI-System steuert via Drehknopf das Navi, das Radio und das Telefon. Das schlüssellose Fahrberechtigungssystem lässt per Fingerabdruck personalisieren, und kann so auf Wunsch bestimmten Fahrern auch nur ein bestimmtes Leistungspotenzial zur Verfügung stellen.

Und dieses kommt von einem Selbstzünder, der direkt hinter den zwei Passagieren platziert wurde. Der neu entwickelte 1,5-Liter-TDI mit 136 PS und einem maximalen Drehmoment von 250 Nm sorgt für Sportwagenfeeling fast ohne Reue. Möglich macht diese Leistung die Kombination aus Aufladung und mit 17,2:1 hoher Verdichtung. Bei einem Gewicht von 850 Kilogramm beschleunigt der Diesel den den voll fahrfähigen Prototypen in 6,3 Sekunden von Null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit soll bei 230 km/h liegen und der Verbrauch bei sagenhaften 3,4 Litern im Schnitt - einen Einstufung nach den Grenzwerten der kommenden Euro 5 inklusive. Geschaltet wird der Turbodiesel über das automatisierte Doppelkupplungsgetriebe DSG.

Damit der Eco-Racer auch sportwagenmäßig verzögert, arbeiten vorn Scheiben mit einem Durchmesser von 288 Millimetern, hinten messen die Scheiben 286 Millimeter im Durchmesser. ESP sorgt zudem für Sicherheit.

So schön das sportliche Sparkonzept auch ist, wird der Eco-Racer aber wohl nur ein Prototyp bleiben, denn für eine Serienfertigung ist das Gesamtkonzept und auch die Ausführung viel zu teuer. Dennoch werden sich auf dem Weg zum nächsten Drei-Liter-Auto wohl einige Ideen und Technologien aus dem Eco-Racer wiederfinden.

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