VW

Ehrgeizige US-Pläne

Foto: Volkswagen 7 Bilder

Volkswagen will künftig mindestens vier Kernbaureihen, die den Hauptabsatz in den USA bringen sollen, im Dollarraum produzieren. Davon verspricht sich der Konzern nicht nur eine Minderung der Währungsrisiken, sondern auch eine Kostenreduktion und Absatzsteigerung.

Das kündigte Stefan Jacoby, Chef von Volkswagen USA, im Gespräch mit auto motor und sport an. "Alle vier Kern-Baureihen müssen in der Dollar-Zone gebaut werden. Denn wir werden bei keinem neuen Modell, das wir künftig in den USA anbieten, auch nur einen Dollar draufzahlen." Die Entscheidung dafür "rückt immer näher", so Jacoby. "Wir müssen die Produktion lokalisieren, um von Währungsschwankungen unabhängiger zu werden. Dafür brauchen wir aber nicht nur einen starken Willen, sondern auch eine gute Zuliefererbasis. Und wir brauchen Modelle, die sich in über 100.000 Exemplaren in den USA verkaufen."

Zwei neue Baureihen

Die vier Kernmodelle für die USA sind laut Jacoby der Jetta, der neue Tiguan sowie zwei neu zu entwickelnde Volkswagen. Jacoby: "Wir brauchen ein Auto im klassischen Passat-Segment, das oberhalb des Jetta angesiedelt ist. Unsere vierte Kern-Produktreihe wird ein weiterer Geländewagen sein, der sich an den modernen Crossover-Konzepten der USA orientiert und nicht zwingend über Allrad-Antrieb verfügen muss." Diese vier Modelle sollen "zusammen einen Absatz von 400- bis 500-tausend Einheiten pro Jahr bringen. Darüber hinaus lässt sich unser Angebot dann anreichern durch emotionalisierende Produkte, wie einen Golf GTI, einen New Beetle oder einen Phaeton", so Jacoby.

Von der neuen Strategie verspricht sich der Konzern erhebliche Wachstumschancen in Nordamerika, wo VW immer noch hohe Verluste einfährt. "Unser Ziel für 2018 ist es, eine Million Fahrzeuge in den USA zu verkaufen, davon rund 800.000 Volkswagen und 200.000 Audi. Und das ist eine große Herausforderung. Wir reden hier bei Audi von einer glatten Verdoppelung des Absatzes - und bei Volkswagen von mehr als einer Verdreifachung."

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