VW erwartet US-Absatzeinbruch

Der Volkswagen-Konzern erwartet im kommenden Jahr einen "erheblichen" Rückgang seiner Verkäufe in den USA. Die Nachfrage nach dem Jetta und Passat werde vor der Einführung neuer Versionen im Jahr 2005 fallen.

Das sagte VW-Chef Bernd Pischetsrieder dem US-Wirtschaftssender "Bloomberg News" am Mittwoch (26.1.). Jetta und Passat machen etwa 75 Prozent aller Verkäufe in den USA
aus.

Die Volkswagen AG werde die Rabatte für Neuwagen nicht erhöhen, die nur ein Drittel dessen ausmachten, was die Konkurrenz anbiete. "Mit dem Produktwechsel und der Rabattschlacht ist es klar, dass der Absatz in den USA im kommenden Jahr erheblich fallen wird", erklärte Pischetsrieder. Man werde dort im nächsten Jahr nicht mehr Gewinne machen als in diesem Jahr.

US-Gewinn um 99 Prozent eingebrochen

Der operative Gewinn in Nordamerika war in den ersten neun Monaten dieses Jahres laut "Bloomberg" um 99 Prozent auf neun Millionen Euro gefallen. VW gebe im Schnitt in den USA Rabatte von 1.278 Dollar verglichen mit mehr als 4.000 Dollar, die General Motors, Ford und Daimler-Chrysler böten. Der Jetta und der Passat machten 75 Prozent des US-Absatzes aus. Nordamerika habe in den ersten neun Monaten 17 Prozent des VW-Umsatzes gebracht. Der US-Absatz sei bis Ende Oktober um 11,7 Prozent auf 255.699 Autos gefallen.

Der 12,5-prozentige Anstieg des Euro zum Dollar im laufenden Jahr sei einer der Hauptfaktoren für den Gewinnrückgang in den USA gewesen. Pischetsrieder erwartet 2004 keinen Rückgang des Euro-Kurses. Der Euro werde sich gegenüber dem Dollar nicht abschwächen und nicht mehr zur Parität zurückkehren, betonte der VW-Chef.

Quartalsprognose bestätigt

Pischetsrieder bestätigte, dass der operative Gewinn für 2003 weniger als die Hälfte des Gewinns von 4,76 Milliarden Euro des Vorjahres erreichen werde. Der VW-Nettogewinn war in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 56 Prozent auf 813 Millionen Euro gefallen. Im laufenden vierten Quartal wollen die Wolfsburger nach Angaben eines VW-Sprechers operativ leicht besser abschneiden als im dritten Quartal.

Insgesamt sei 2003 alles andere als ein erfolgreiches Jahr gewesen, erklärte Pischetsrieder. Das nächste Jahr werde besser. Der VW-Chef erwartet in der ersten Hälfte des kommenden Jahres eine wachsende Nachfrage, vor allem in Westeuropa und in China.

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