VW erzielt China-Rekord

Der Volkswagen-Konzern hat im vergangenen Jahr in China einen Verkaufsrekord erzielt. Der Absatz stieg um 28 Prozent auf 910.491 an Kunden ausgelieferte Fahrzeuge.

In diesem Jahr will Europas größter Autobauer in China die Millionenmarke überschreiten, wie der Volkswagen-Chef in China, Winfried Vahland, am Donnerstag (10.1.) vor Journalisten in Peking berichtete. Die Profitabilität habe 2007 die Erwartungen "deutlich übertroffen" und soll in diesem Jahr noch einmal gesteigert werden. Das Wachstum werde 2008 durch neue Modelle unterstützt. Die beiden Gemeinschaftsunternehmen von Volkswagen wollten im April auch zwei selbst entwickelte Autos vorstellen, die speziell auf den Geschmack chinesischer Kunden abgestimmt seien.

Volkswagen konnte 2007 seinen Marktanteil von 17 auf 18 Prozent ausweiten, da sein Absatz schneller als der Gesamtmarkt (22 Prozent) stieg. "Volkswagen war neben den chinesischen Marken einer der Gewinner", sagte Vahland. Auf dem heiß umkämpften, zweitgrößten Automarkt der Welt hatten Koreaner, Japaner und amerikanische Hersteller im vergangenen Jahr das Nachsehen. Nur Volkswagen und heimische chinesische Marken bauten ihren Marktanteil aus. "Nachhaltig wachsen ist für uns aber wichtiger als ein Anstieg des Marktanteils", betonte Vahland.

Teures Olympia-Engagement

Im Olympia-Jahr 2008 plant Volkswagen als nationaler Sponsor der Sommerspiele in Peking ein großes Werbeprogramm. Mit 5.000 Fahrzeugen stellt der Konzern die Fahrzeugflotte. Dabei sollen umweltfreundliche Technologien zum Einsatz kommen. Mit der Shanghaier Tongji Universität arbeitet Volkswagen an Wasserstoff betriebenen Autos. Schon der olympische Fackellauf wird mit 500 Autos unterstützt. Als Läufer seien 330 Mitarbeiter ausgewählt worden. Während der Spiele betreut Volkswagen zwischen 20.000 und 25.000 Gäste.

"Das ist schon ein Riesenaufwand, den wir betreiben." Wie hoch die Kosten als Olympia-Sponsor sind, blieb offen. Vahland sprach nur von "erheblichen Geldern, die aber für einen guten Zweck eingesetzt werden". Durch die gestiegenen Gewinne im vergangenen Jahr habe Volkswagen die Kosten für Olympia aber "schon zur Hälfte verkraftet".

Neue Modelle ziehen

In China und Hongkong verkaufte die Marke Volkswagen 24 Prozent mehr oder 780.784 Fahrzeuge. Audi lieferte 101.996 Autos oder 25 Prozent mehr, während die neu gestartete Marke Skoda 27.325 absetzen konnte. Die Abhängigkeit von alten Produkten wie dem Santana oder Jetta, von denen jeweils fast 200.000 Fahrzeuge verkauft wurden, konnte weiter verringert werden. Mehr als 50 Prozent des Absatzes bestritten neue Modelle wie der Passat Lingyu, das Jetta-Modell Sagitar oder der Polo. Der Caddy, der gegenüber anderen Kleintransportern in China relativ teuer ist, wurde eingestellt.

China habe im vergangenen Jahr seine Rolle als größter Markt für die Marke Volkswagen noch gefestigt, sagte der VW-Chef. Vor 2015 dürfte China die USA überholen und der größte Automarkt der Welt werden. Der VW-Chef erwartet eine weitere Konsolidierung der zersplitterten chinesischen Autoindustrie auf ein, zwei große Hersteller, die auch international stark werden können. Ihr Marktanteil von heute 27 Prozent werde langfristig auf 30 bis 40 Prozent steigen, sagte Vahland voraus.

Die Benzinpreissteigerungen und die Bemühungen der Regierung, aus Angst vor Überhitzung das rasante Wirtschaftswachstum von 11,6 Prozent (2007) zu bremsen, haben den Automarkt bisher wenig bremsen können. Bis Olympia dürfte sich die hohe Dynamik fortsetzen. "Wir sind optimistisch, aber schauen mit strengen Augen darauf, was sich hier abspielt", sagte Vahland. "Für 2009 sollten wir vielleicht etwas weniger optimistisch sein." Er rechnete damit, dass eines Tages auch in China Steuern auf Benzin und für den Umweltschutz erhoben werden.

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