VW

Gewerkschaft zu Gesprächen bereit

Foto: dpa

Im Tauziehen um die Sanierung der kriselnden Marke Volkswagen ist die IG Metall zu Gesprächen über den Tarifvertrag bereit. "Wir nehmen die Probleme der Marke Volkswagen ernst", sagte IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine am Donnerstag (13.7.) nach einer Zusammenkunft der großen Tarifkommission der Gewerkschaft.

Anfang September könne es Gespräche über eine Änderung des - ungekündigten - Tarifvertrages geben. Die IG Metall wolle ihre Forderung nach verbindlichen Zusagen der VW-Führung zur Sicherung von Beschäftigung und Standorten in den Mittelpunkt stellen. Tarifgespräche seien "immer ein Geben und Nehmen", betonte Meine.

Der Personalvorstand der Volkswagen AG, Horst Neumann, bekräftigte die Forderung nach einer 35-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich. Die Arbeitnehmer müssten zur Zukunftssicherung des Unternehmens und damit ihrer Arbeitsplätze beitragen. "Wenn wir wieder zu normalen Arbeitszeiten zurückkommen, können wir für neue Fahrzeugmodelle und für die Auslastung der Komponentenwerke planen."

Vorschläge zur Beschäftigungssicherung präsentiert

Bei einem gut fünfstündigem Sondierungstreffen am Mittwoch habe die IG Metall "umfangreiche" Vorschläge zur Beschäftigungssicherung präsentiert, sagte Meine. Zudem habe Volkswagen bei dem Gespräch den Weg freigemacht für die Umsetzung einer Betriebsvereinbarung über innovative Arbeitsorganisation. Auch eine Vereinbarung zur Entwicklung der Komponentenfertigung bei VW stehe kurz vor dem Abschluss.

Neumann bestätigte, die Gewerkschaft habe für jeden der sechs traditionellen Standorte Vorschläge vorgelegt. Diese würden nun mit dem Ziel geprüft, eine "geeignete Auslastung" für alle Werke zu erreichen. Es stünden wichtige Entscheidungen zu neuen Produkten und zu Komponenten und damit für Investitionen und Standorte bevor. Das Unternehmen brauche Kalkulationssicherheit über die Arbeitskosten und müsse im September mit der IG Metall zu einer Vereinbarung kommen.

Zukunftstarifvertrag gilt bis 2011

VW will mit massiven Kostensenkungen, neuen Modellen und Stellenabbau die Probleme der Traditionsmarke angehen, die 2005 nur knapp den roten Zahlen entronnen war. Der Wolfsburger Autobauer hatte die IG Metall zu Gesprächen aufgefordert, um auszuloten, ob Änderungen am bestehenden Tarifvertrag erforderlich und möglich sind. Bei VW gilt bis 2011 ein bisher ungekündigter Zukunftstarifvertrag, der die über 100.000 Arbeitsplätze in den westdeutschen Werken garantiert und Abweichungen nur in gegenseitigem Einvernehmen zulässt.

VW hatte mindestens 20.000 Jobs auf den Prüfstand gestellt. Sie sollen hauptsächlich auf freiwilligem Weg - etwa über Aufhebungsverträge und Altersteilzeit - abgebaut werden. Die Gewerkschaft befürchtet jedoch, dass durch eine Rückkehr zur 35-Stunden-Woche und angesichts der schwachen Auslastung der Werke weit mehr Stellen überflüssig werden.

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