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Gewinn gestiegen - Sparkurs zeigt Wirkung

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Update ++ Details ++ Der harte Sparkurs bei Europas größtem Autobauer Volkswagen zeigt Wirkung. Im zweiten Quartal nahm der Konzern, der seit Wochen von einer Korruptionsaffäre erschüttert wird, spürbar Fahrt auf und legte beim operativen Ergebnis deutlich zu.

Allerdings schreibt die Kernmarke VW weiter rote Zahlen, wie es aus dem Umfeld des Konzerns hieß. In seinen beiden wichtigsten Auslandsmärkten China und den USA verzeichnet VW derzeit Verluste.

Insgesamt hat aber vor allem das Milliarden-Sparprogramm "ForMotion" dazu beigetragen, die Situation des Konzerns zu "stabilisieren", wie ein VW-Sprecher sagte. Das Nachfolgepaket «ForMotion plus» mit weiteren Milliarden-Einsparungen ziele auf eine deutliche Verbesserung der Lage.

Im zweiten Quartal stieg das operative Konzern-Ergebnis laut VW um fast drei Viertel auf 911 Millionen Euro. Im ersten Quartal hatte es bei 464 Millionen Euro gelegen. Wegen eines schwächeren Finanzergebnisses sank das Ergebnis nach Steuern von April bis Ende Juni zwar um fast sieben Prozent auf 333 Millionen Euro, lag damit aber deutlich unter dem vergleichbaren Ergebnis des ersten Quartals von 70 Millionen Euro.

Unerwartet gutes Ergebnis

Im ersten Halbjahr erwirtschaftete der VW-Konzern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unterm Strich einen Gewinn von 403 Millionen Euro, ein Plus von 5,2 Prozent. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 61,6 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, der Umsatz um 1,9 Prozent auf rund 46 Milliarden Euro.

An der Börse reagierte das VW-Papier mit deutlichen Kursgewinnen. Nach Bekanntgabe der Zahlen stieg die Aktie zwischenzeitlich um fast zwei Prozent. Das Quartalsergebnis sei auf operativer Ebene "unerwartet gut", sagte ein Analyst.

Maßnahmen aus dem Sparprogramm "ForMotion" trugen im ersten Halbjahr mit 1,7 Milliarden Euro positiv zum Ergebnis bei, wie VW mitteilte. Im Gesamtjahr solle das Programm Kosteneinsparungen von insgesamt 3,1 Milliarden Euro bringen. Darüber hinaus will der Konzern früheren Angaben aus Branchenkreisen zufolge in den kommenden drei bis vier Jahren rund zehn Milliarden Euro einsparen. Dadurch soll bis Ende 2008 das konzernweite Nettoergebnis um vier Milliarden Euro verbessert werden.

Absatzprobleme in China und den USA

Die Zahl der weltweiten Auslieferungen an Kunden stieg im ersten Halbjahr um 1,7 Prozent auf 2,56 Millionen Fahrzeuge. Während der Konzern vor allem in Deutschland und Frankreich deutlich mehr Autos verkaufte, gibt es weiterhin große Absatzprobleme in China und den USA.

Haupt-Ertragssäulen des Konzerns bleiben die Tochter Audi sowie die Finanzdienstleistungen. Dagegen ist die Kernmarke VW weiter in den Miesen. Die Markengruppe Volkswagen verbesserte zwar insgesamt ihr operatives Ergebnis im ersten Halbjahr auf 169 (33) Millionen Euro. Dazu hätten aber vor allem Skoda und Bentley beigetragen, hieß es im Umfeld des Konzerns. Neuer Chef der Markengruppe ist seit Mai der als Sanierer geltende Wolfgang Bernhard. Zur Marke VW gehören etwa die Modelle Golf, Passat und Polo.

Für 2005 bekräftigte VW, dass sich sowohl das operative Ergebnis nach Sondereinflüssen als auch das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr verbessern würden. 2004 lag das operative Ergebnis nach Sondereinflüssen bei 1,62 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern bei 1,1 Milliarden Euro.

Allerdings werde der Wettbewerbsdruck "eher noch zunehmen", hieß es. Zudem sei davon auszugehen, dass die hohen Kraftstoffpreise die Kaufbereitschaft der Autokunden weiter trüben würden.

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