VW-Händlerverband fordert neue Golf-Aktionen

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Der VW-Händlerverband fordert nach dem Ende September endenden Angebot einer Gratis-Klimaanlage für den neuen Golf eine neue Verkaufshilfe.

"Die Klimaanlagen-Aktion muss, wenn sie beendet wird, durch eine wirtschaftlich vergleichbare Aktion kompensiert werden", sagte der Geschäftsführer des VW/Audi-Händlerverbandes, Michael Lamlé, in Hannover.

"Der Handel tritt entschieden dafür ein, dass der nun gefundene Preis für den neuen Golf stabil gehalten werden muss", meinte Lamlé. Der Golf V, das wichtigste VW-Modell, ist seit Herbst 2003 auf dem Markt. Er habe sich mit der Gratis-Klimaanlage "seinen Markt gemacht". Die Golf-Zahlen seien zwar auch unter den Erwartungen, aber "durchaus erfreulich".

Keine Preisschlachten

Nach einem schwachen Start des Golf V gibt VW seit Februar Käufern in Deutschland eine Gratis-Klimaanlage im Wert von 1.225 Euro dazu. Die Aktion ist bis Ende September befristet. Am Freitag (24.7.) hatte VW wegen massiver Absatzprobleme vor allem in Deutschland und den USA seine Gewinnprognose für 2004 deutlich gesenkt.

Lamlé sagte, der Handel hielte es für "absolut nicht vertretbar", wenn VW sich von Konkurrenten anstecken ließe und versuche, alleine über niedrigere Preise mehr Autos zu verkaufen. "Wir wollen preiswerte Einstiegsmodelle und Mehrausstattungen, aber keine Preisschlachten. Dabei zahlt letztlich der Kunde spätestens beim Verkauf seines Gebrauchten drauf." Er begrüße daher entsprechende Äußerungen von VW-Chef Bernd Pischetsrieder.

Gedrückte Händlerstimmung

Die Stimmung unter den Händlern sei "nach wie vor sehr gedrückt". Lamlé: "Der Neuwagen-Absatz im Markt ist sehr schwierig." Die Autos in Deutschland seien zwar im Durchschnitt älter geworden. "Wir müssten eigentlich damit rechnen, dass sich ein ungeheuerer Ersatzstau löst. Dass dies nicht der Fall ist, deutet darauf hin, dass die Kunden nach wie vor äußerst verunsichert sind, ob sie das Geld nicht besser für andere Zwecke zurückhalten."

Lamlé begrüßte den eingeschlagenen Sparkurs bei VW. "Es ist richtig, wenn Kosten gesenkt werden können und damit die Produktivität erhöht wird. Dies darf sich allerdings nicht negativ auf das Angebot für Kunden auswirken." Der VW/Audi-Händlerverband vertritt rund 2.200 Händler und Werkstätten in Deutschland.

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