VW-Hauptversammlung

Kritik an Luxusstrategie

Foto: dpa

Update ++ Heftige Kritik schlug VW-Vorstand Bernd Pischetsrieder auf der Hauptversammlung des Autokonzerns am Donnerstag (22.4.) entgegen - trotz der unerwarteten Neuigkeit, dass VW das Wüsten-Emirat Abu Dhabi als neuen Großaktionär ins Boot holen will.

Vor allem gab es Kritik an der Luxusstrategie des Unternehmens. Der Phaeton sei ein "Ausdruck des Größenwahns“, schimpften Aktionäre. Volkswagen brauche wieder billigere Einstiegsautos. Volkswagen müsse zurück zu seinen Wurzeln, war eine oft gehörte Forderung, VW brauche einen neuen Käfer. Der neue Golf mit einem Preis von rund 15.000 Euro sei trotz Gratis-Klimaanlage einfach zu teuer, um noch als Einsteigerauto zu gelten.

Aktionärsschützer und Investmentfonds schlugen in die gleiche Kerbe. So forderte Hans Georg Martius von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, wenn VW im Luxussegment innerhalb von drei Jahren nicht die Wende gelinge, müsse das Unternehmen dieses Segment "einstellen".

Pischetsrieder wies die Kritik vehement zurück. Die Entwicklung von Luxuswagen bringe Volkswagen enorme technische Fortschritte. Außerdem müsse der Konzern in allen Segmenten vertreten sein.

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