VW

IG Metall mit Forderungskatalog

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Im Ringen um die Sanierung der Traditionsmarke VW will die IG Metall am Mittwoch mit einem umfangreichen Forderungskatalog in Sondierungsgespräche mit dem VW-Management gehen.

Dabei werde es um die Auslastung, die Beschäftigungssicherung und Perspektiven für jedes einzelne der sechs westdeutschen VW-Werke gehen, sagte Gewerkschaftssprecher Jörg Köther am Dienstag (11.7.) in Hannover. "Wir wollen das Management auf den Prüfstand stellen und wollen verbindliche Zusagen." Erst dann werde die IG Metall entscheiden, ob sie sich auf neue Tarifgespräche einlassen werde. "Das hat den Charakter einer Vorleistung."

Ein Volkswagen-Sprecher sagte in Wolfsburg, VW wolle nun erst einmal die Gespräche, die am späten Mittwochnachmittag beginnen, abwarten. Bei einem ersten Sondierungsgespräch am 12. Juni hatte die VW-Führung eine Abschaffung der Vier-Tage-Woche und die Rückkehr zur 35-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich gefordert. Die Gewerkschaft hatte dies zurückgewiesen.

20.000 Jobs auf dem Prüfstand

Der Wolfsburger Autobauer hatte die Gewerkschaft zu Gesprächen aufgefordert, um auszuloten, ob Änderungen an dem bestehenden Tarifvertrag erforderlich sind. Volkswagen will mit massiven Kostensenkungen und Personalabbau die Ertragsschwäche der Traditionsmarke VW überwinden. Mindestens 20.000 Jobs stehen bei VW auf dem Prüfstand. Sie sollen hauptsächlich auf freiwilligem Weg - etwa über Aufhebungsverträge und Altersteilzeit abgebaut werden.

Der VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh hat inzwischen erklärt, eine Verlängerung der Arbeitszeit sei zwar nicht ausgeschlossen, aber dafür müsse auch genügend Arbeit da sein. IG Metall-Sprecher Köther sagte, schon heute könne bei VW mühelos die Arbeitszeit in einem Korridor von 28,8 auf 35 Stunden schwanken. "Das hat aber nur Sinn, wenn Arbeit da ist." Die Gewerkschaft wolle die Gespräche jedoch nicht nur auf die Frage der Arbeitszeiten fokussieren.

Zusage für Wolfsburg einfordern

Unter anderem will die IG Metall laut Köther für den nicht ausgelasteten Standort Wolfsburg die Zusage einfordern, dass hier künftig der Nachfolger des Golf "mit einem beschäftigungssichernden Volumen" gebaut wird. Auch ein bereits zugesichertes zweites Volumenmodell müsse endlich in das Hauptwerk kommen.

VW-Markenchef Wolfgang Bernhard hatte mit dem Abzug der Golf-Produktion aus Wolfsburg gedroht, sollte sich die Belegschaft nicht auf verlängerte Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich einlassen.

VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder will bis Ende Juli die Sanierungsverhandlungen mit der Gewerkschaft zum Abschluss bringen. IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine sagte hingegen der Tageszeitung "Die Welt" (Mittwoch), er halte es für "völlig unrealistisch", noch im Juli zu einem Ergebnis zu kommen. Man müsse Zweifel haben, ob die VW-Führung ein "schlüssiges Gesamtkonzept" habe.

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