VW Iroc

Wüster Wind

Foto: VW 12 Bilder

Update ++ Jetzt mit Video ++ Mit der Konzeptstudie Iroc will VW die Zukunft eines Sportwagens präsentieren und bemüht dazu die eigene Vergangenheit. Doch die Neuinterpretation der Scirocco-Idee, die in Berlin Weltpremiere feiert, hat wenig gemein mit dem keilförmigen Coupé aus den 70ern.

Das Design, "progressiv“, "provokant“, "expressiv“, so sieht es der Autobauer. Will sagen: An der Front prangt ein riesiges sechseckiges Kühlermaul - außen gebürstetes Aluminium, innen ein Wabengitter. Zwei zusätzliche Einlässe rechts und links in der Frontschürze versorgen die Bremsanlage mit Kühlluft. Sportwagentypisch ziehen sich die schlitzförmigen Scheinwerfer weit in die Kotflügel hinein und machen der Iroc-Lackierung in vipergrün "alle Ehre.“

Die beiden Sicken auf der langen Motorhaube münden in die zurückgenommenen A-Säulen, die durch die stark gewölbte Windschutzscheibe fast verdeckt werden. Das lange Dach verläuft fast waagerecht und endet in einem kleinen Spoiler bevor es steil abfällt und die Ansicht auf die "skulpturalen“ Rückleuchten freigibt. In der Seitenansicht fällt der Iroc durch muskulös ausgestellte Kotflügel und eine nach vorn abfallende Gürtellinie und kleine hintere Seitenfenster auf.

Rückleuchten wie Augen

Über die beiden langen Türen ohne Scheibenrahmen entert man den Innenraum. Dort empfangen stark konturierte Schalensitze mit integrierten Fünfpunktgurten und Zentralschloss die Frontpassagiere. Auf den hinteren Plätzen finden ebenfalls noch einmal zwei Mitreisende Platz - braucht der Iroc-Fahrer mehr Stauraum, kann durch Umlegen der hinteren Sitze der Kofferraum (mehr als 300 Liter) nochmals erweitert werden.

Der Hingucker im Innenraum ist jedoch das Cockpit: Das Design des Kühlergrills spiegelt sich in den sechseckigen Luftausströmern wider. Zwei große zylinderförmige Rundinstrumente informieren blau illuminiert den Fahrer. Fünf weitere kleinere Anzeigen - ebenfalls in blau - dominieren die Mittelkonsole. Erst beim Einschalten der Zündung fährt der in der Konsole versenkte Schalthebel in die "Arbeitsstellung“ hoch.

TSI, DSG - was sonst?

Apropos strömen und schalten: Als Antrieb dient dem Iroc (4,24 Meter lang, 1,80 breit, 1,40 Meter hoch, Radstand 2.68 Meter) ein Vierzylinder-TSI-Motor mit 210 PS. Dieser gibt über das Doppelkupplungsgetriebe DSG seine Kraft an die Vorderräder weiter, die mit 235er-Bereifung und speziell für den Iroc designten Leichtmetallfelgen im 19 Zoll-Format den Kontakt zur Straße herstellen.

Ab 2008 wird die Neuauflage des Scirocco - der Name wird reaktiviert - auf Basis des Golf in Portugal vom Band rollen. VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard versprach beid er Präsentation, dass VW bezahlbare Autos bauen werde.

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