VW

Jobabbau im Fluss

Foto: ams

Volkswagen kommt mit seinem Stellenabbau über Abfindungsverträge besser voran als erwartet. Seit Ankündigung der besonders günstigen Konditionen vor drei Wochen hätten bereits 1.000 Beschäftigte Abfindungsverträge unterzeichnet, bestätigte ein VW-Sprecher einen Bericht der "Bild-Zeitung".

Und er fügte hinzu: "Das liegt über den Erwartungen, die wir für die Anlaufphase hatten."

Die Betroffenen seien meist zwischen 31 und 40 Jahre alt und mehr als elf Jahre bei VW. Sie erhielten Beträge in einer Größenordnung von etwa 150.0000 Euro. Es gebe zudem noch eine lange Warteliste von Interessenten, die ein Abfindungsgespräch führen wollten.

Zur erwarteten Gesamtzahl des Personalabbaus bei Volkswagen wollte sich das Unternehmen weiterhin nicht äußern. Arbeitsdirektor Horst Neumann hatte kürzlich eine Zahl von etwa 20.000 Stellen genannt, die bei einem Ausgleich von Produktivitätsnachteilen in den VW-Werken nicht mehr benötigt würden. Branchenbeobachter gehen sogar von einer noch höheren Zahl aus, die zur Sanierung der Traditionsmarke gestrichen werden müsste.

Um den Personalabbau zu beschleunigen, hatte VW rund 85.000 Beschäftigten in den sechs westdeutschen Werken ein Angebot mit verbesserten Bedingungen für freiwillige Aufhebungsverträge gemacht. Je nach Einkommen und Betriebszugehörigkeit werden Abfindungen von 40.680 bis fast 250.000 Euro angeboten. Für Schnellentschlossene, die das Unternehmen bis Ende September verlassen, gibt es 54.000 Euro Zuschlag. Brancheninsider haben berechnet, dass VW das Programm mehr als eine Milliarde Euro kosten werde.

Daneben haben rund 6.000 VW-Beschäftigte seit Ende 2003 Altersteilzeitverträge unterschrieben und scheiden damit vorzeitig aus. Hinzu kommt natürliche Fluktuation, die es in jedem Unternehmen gibt, und die ebenfalls zum Stellenabbau genutzt werden kann.

Volkswagen hatte im Februar ein tief greifendes Restrukturierungsprogramm für seine ertragsschwache Kernmarke VW-Pkw angekündigt und damit 20.000 Jobs auf den Prüfstand gestellt. Um die Kosten zu senken, hat die Konzernspitze zudem die Verlängerung der Arbeitszeiten auf 35 Stunden ohne Lohnausgleich gefordert. Bisher gilt in den westdeutschen VW-Werken überwiegend die Vier-Tage-Woche mit 28,8 Stunden. VW-Chef Bernd Pischetsrieder will die Gespräche darüber mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft bis Ende Juli zum Abschluss bringen.

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