VW Neeza

Chinesischer Brückenschlag

Foto: Foto: VW 13 Bilder

Volkswagen präsentiert als Weltpremiere auf der Peking Auto Show die Konzeptstudie Neeza - soweit nichts Neues, gäbe es jetzt nicht die ersten Fotos und vor allem weitere Infos zum China Q7, der eigentlich gar keine Q7-Kopie ist.

Denn das Design, darauf legt Volkswagen in seiner Mitteilung viel wert, ist in China und für China entstanden - und soll das Style-Urmeter für kommende Automodelle von Shanghai Volkswagen, aber keinen konkreten Modell-Ausblick darstellen.

Der Alleskönner

Was es jedoch darstellt, darüber ist sich VW eindeutig im Klaren: Alles. Der Crossover mit dem riesigen Panoramadach soll Kombi und Coupé in sich vereinen sowie SUV-Attribute zeigen. Er soll klassische Designelemente von Volkswagen mit dem traditionellen Stil Chinas verbinden. Er soll cool sein, mit einem funktionalen Innenraum für Freizeit und Business, sprich, er soll "weder vor der Golf-Ausrüstung noch vor dem Transport von edlen Möbelstücken kapitulieren“, so VW. Und er soll Ne-zha, der allseits bekannten mystischen Gestalt der chinesischen Geschichte huldigen, indem sich sein magischer Speer im Reifendesign wiederspiegelt, die Scheinwerfer wie "stolze Augen“ Schein werfen und das roten Band im Cockpit Erinnerungen an den Seidenschal des Helden hervorrufen.

Zu den gegenläufig zu öffnenden hinteren Türen, die eine riesige Einstiegsöffnung für Front- und Heckpassagiere bilden, ließ sich offenbar kein direkter China-Bezug finden, auch nicht für den Verzicht auf die B-Säulen. Indes herrschen im Innenraum weiche und fließende Formen vor, die wiederum "tief in der chinesischen Formwahrnehmung verankert“ sind.

Die elektronische Leere

Etwas inkonsequent futuristisch mit schwebenden Frontsitzen, einem kräftigen Mitteltunnel sowie Rundinstrumente für Tacho und Co und einem Zentraldisplay sieht der westliche Betrachter auf die Einrichtung der Fahrgastzelle. Die Sitzfläche der Rücksitzbank zeigt sich im asymmetrischen Wellenformat und bietet sich zur Teilung im Verhältnis 1/3 zu 2/3 an. Wer gemütlich mit den Mitreisenden kommunizieren oder gar Aug´ in Aug´ Musik hören will, kann die Frontsitze um 180 Grad drehen. In Sachen Infotainment verzichtet die Studie ganz bewusst auf ein Radio oder ein Navigationssystem. Die Idee der Designer: Die elektronische Leere soll den Kunden die Möglichkeit bieten ihre eigenen mobilen Info- und Entertainment-Geräte, Navigationssysteme, Mobiltelefone oder PDAs über eine Schnittstelle anzuschließen und zu integrieren. Lediglich Lautsprecher, Displays und Steuerungstasten sind fest eingebaut. Auch ein Motor sollte fest einbaut sein, über dessen inneren Werte schweigt sich VW jedoch aus.

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