VW

Piëchs Pläne für Lkw-Konzern

Foto: dpa

Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge würde VW-Aufsichtsratschef Piëch aus MAN, Scania und dem brasilianischen Schwerlasterbereich von Volkswagen am liebsten eine Nutzfahrzeuggesellschaft gründen, an der Volkswagen die Mehrheit hält, schreibt die Zeitung (9.10.) unter Berufung auf Unternehmenskreise.

"Wenn alles glatt geht, hat VW dann die Führung." Einer der Pläne Piechs ist dem Bericht zufolge offenbar die Zerlegung von MAN und die Zusammenführung von dessen Nutzfahrzeuggeschäft mit Scania und dem brasilianischen Schwerlasterbereich von VW. In dieser Gesellschaft könnte VW die Mehrheit erreichen. Pischetsrieder hatte dagegen bisher stets betont, dass die Gespräche aller Beteiligten in freundlichem Einvernehmen verlaufen müssten.

Nach dpa-Informationen rückt ein neuer Lastwagen-Konzern unter Beteiligung von MAN, Volkswagen und Scania immer näher. Zunächst wolle der MAN-Konzern sein als feindlich eingestuftes Übernahmeangebot für den schwedischen Lkw- Hersteller Scania zurückziehen, hieß es am Sonntag in Aufsichtsratskreisen. MAN werde dies an diesem Montag bekannt geben. Gesucht werden solle dann eine einvernehmliche Lösung über eine Nutzfahrzeugallianz.

Ein MAN-Sprecher wollte die Rücknahme des Angebotes am Sonntag nicht bestätigen. MAN hatte 9,6 Milliarden Euro für Scania geboten. Dieses Angebot war aber sowohl von Scania selbst als auch von den beiden Scania-Großaktionären VW und Investor als feindlich eingestuft und abgelehnt worden.

IG Metall lehnt MAN-Zerschlagung ab - für Dreier-Bündnis

Die IG Metall sprach sich grundsätzlich für ein Dreier-Bündnis zwischen MAN, Scania und der Lastwagen-Sparte von VW aus, warnte aber zugleich vor einer Zerschlagung von MAN. "Wir bewerten das industrielle Konzept positiv, und wir begrüßen auch Volkswagen in diesem Verbund, aber nur, wenn Volkswagen zu allen MAN-Teilkonzernen steht", sagte Thomas Otto, der Vertreter der IG Metall im MAN-Aufsichtsrat, der Tageszeitung "Die Welt". Der MAN-Konzern in seiner jetzigen Struktur sei "der Maßstab, der zu Grunde gelegt werden muss", sagte Otto.

Der Gewerkschafter sprach sich auch dafür aus, dass MAN-Chef Hakan Samuelsson neuer Vorstandsvorsitzender des aus MAN, Scania und der Volkswagen-Lastersparte gebildeten Nutzfahrzeugekonzerns werden solle. Der schwedische Manager habe bei MAN gezeigt, dass er in der der Lage sei, einen solchen Konzern zu führen.

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