VW

Porsche steigt groß ein

Porsche steigt mit einer 20- Prozent-Beteiligung bei Europas größtem Autohersteller Volkswagen ein. Damit will die hochprofitable Stuttgarter Sportwagenschmiede seinen Partner VW langfristig vor einer feindlichen Übernahme schützen. Porsche gab diese Pläne am Sonntag (25.9.) bekannt. Porsche würde zum größten VW-Aktionär aufrücken.

Nach Informationen aus Branchenkreisen lässt sich Porsche den Schritt rund drei Milliarden Euro kosten. Der genaue Kaufpreis dürfte allerdings von der weiteren Entwicklung des Börsenkurses abhängig sein. Porsche finanziert den Einstieg nach eigenen Angaben "aus der vorhandenen Liquidität". Erst zum Ende der vorigen Woche hatten Gerüchte, nach denen der US-Milliardär Kirk Kerkorian bei VW einsteigen wolle, den Aktienkurs auf bis zu 52,53 Euro getrieben, den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren.

Porsche begründet den Schritt mit den intensiven Beziehungen der beiden Autohersteller in der Entwicklung und Fertigung - und mit der prekären Lage, die für VW entstehen kann, wenn das so genannte VW-Gesetz von der EU gekippt wird. Danach darf bisher kein anderer Aktionär mehr als 20 Prozent der Stimmrechte ausüben, unabhängig davon, wie viele Anteile er am Unternehmen hält.

"Mit dem geplanten Engagement soll erreicht werden, dass es auch nach der zu erwartenden Aufhebung des VW-Gesetzes durch ein entsprechendes Urteil des Europäischen Gerichtshofes nicht zu einer feindlichen Übernahme von Volkswagen durch Investoren kommen kann, die nicht die langfristigen Interessen von VW zum Ziel haben", betonte Porsche. Wörtlich bezeichnete Porsche-Chef Wendelin Wiedeking den Einstieg bei VW als "strategische Antwort auf dieses Risiko". Das Land Niedersachsen hält 18,2 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien, VW hält selbst rund 13 Prozent. Gemeinsam mit Porsche wäre eine Mehrheit gesichert.

Für Porsche ist Volkswagen ein wichtiger Entwicklungspartner und ein bedeutender Lieferant "für etwa 30 Prozent des Absatzvolumens". Wiedeking betonte, dass man mit der VW-Beteiligung "sowohl die Geschäftsbeziehungen zu VW als auch einen wesentlichen Teil unserer Zukunftsplanungen langfristig absichern" wolle. Eine vollständige Übernahme sei keinesfalls geplant. "Die Beteiligung wird auf keinen Fall die Schwelle erreichen, bei der Porsche ein öffentliches Angebot zur Übernahme von Volkswagen abgeben müsste."

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) begrüßte die Porsche-Pläne. "Darin liegt eine große Chance für das Automobilland Deutschland im Hinblick auf Qualität, Image und technische Innovationen", sagte er in Hannover. "Wir sind in guten Gesprächen. Das Land steht zu seinem Engagement bei VW."

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