VW-Quartalsbilanz

Volkswagen nur dank Verkaufserlös mit Gewinn

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Der VW-Konzern hat nur durch den Verkauf des brasilianischen Lkw-Geschäfts einen Verlust im ersten Quartal verhindert. Umsatz, Absatz und Ergebnis gingen in der dramatischen weltweiten Branchenkrise im Vergleich zum Vergleichszeitraum kräftig zurück.

Unterm Strich stand aber immer noch ein Gewinn von 243 Millionen Euro, wie Europas größter Autobauer am Mittwoch (22.4.) in Wolfsburg am Vortag der Hauptversammlung mitteilte. Den kompletten Quartalsbericht will VW am 29. April vorlegen.

Gewinneinbruch um 74 Prozent

Im den ersten drei Monaten 2009 erzielte VW bei einem Umsatz von 24 Milliarden Euro (minus 11,2 Prozent) ein operatives Ergebnis von 312 Millionen Euro, nach 1,3 Milliarden im Vergleichszeitraum. Der Konzerngewinn brach um fast 74 Prozent ein. Der im ersten Quartal abgeschlossene Verkauf des Geschäfts mit schweren Lkw und Bussen an den Münchener MAN-Konzern habe zum operativen Ergebnis rund 600 Millionen Euro beigetragen, heißt es in den Eckdaten. Ohne diese Transaktion wäre VW in die Verlustzone gerutscht.

Besser als die Konkurrenz

VW-Chef Martin Winterkorn erklärte, die weltweit dramatisch verschlechterten Rahmenbedingungen gingen auch an Volkswagen nicht spurlos vorbei. Der Absatz sei in den ersten drei Monaten um fast 16 Prozent zurückgegangen, die Produktion um rund ein Viertel gekürzt und damit der Lagerbestand deutlich reduziert worden. Dennoch habe VW besser abgeschnitten als die Konkurrenz. "Mit unserer jungen und umweltfreundlichen Modellpalette haben wir unseren weltweiten Marktanteil ausgebaut und sind dabei finanziell solide aufgestellt", betonte Winterkorn. Der weltweite Pkw-Markt war um knapp 21 Prozent geschrumpft.

Ziel: Besser als der Gesamtmarkt abschneiden

Ziel für 2009 bleibe, besser als der Gesamtmarkt abzuschneiden, betonte Winterkorn. Eine verlässliche Aussage über den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres sei wegen der großen Schwankungen auf dem Markt nicht möglich, heißt es in den Eckdaten über die Geschäftsentwicklung. Aufgrund des äußerst schwachen Geschäfts in den ersten drei Monaten sei jedoch unverändert davon auszugehen, dass das Ergebnisniveau des Vorjahres nicht erreicht  werden kann. 2008 hatte VW nach Rekordzahlen bei Ergebnis, Umsatz und Absatz unterm Strich rund 4,7 Milliarden Euro Gewinn verbucht - 13,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Hoffnungsträger neuer Kleinwagen

Große Hoffnungen setzt der Konzern in die neue Kleinwagen-Familie Up, die ab 2011 auf den Markt kommen soll. Mit der neuen Kleinwagen-Familie will VW Marktanteile in einem Segment dazugewinnen, in dem der Konzern bisher nur wenig vertreten ist. Die Fahrzeuge der "New Small Family" sollen verbrauchsarm und umweltfreundlich sein.

VW erwartet von der Kleinwagen-Familie einen deutlichen Wachstumsschub, der auch dazu beitragen soll, Toyota zu überholen und sich an die Weltspitze als größter Autobauer zu setzen. Autoexperten gehen davon aus, dass über die langfristige Position auf dem Weltmarkt entscheide, wer das erfolgreichere Billigauto auf den Markt bringen werde.

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