VW

Reform-Fahrplan steht

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Volkswagen treibt die Sanierung seiner kriselnden Kernmarke VW voran. Wie VW am Donnerstag (20.4.) nach einer zweitägigen Klausurtagung des Aufsichtsrats in Wolfsburg mitteilte, befürwortete das Gremium Maßnahmen, mit der Lage ertragsschwachen Marke verbessert werden kann.

Der Vorstand solle Verhandlungen mit Betriebsrat und IG Metall führen. VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder sagte: "Die Ziele sind definiert." Der Aufsichtsrat habe die vom Vorstand vorgestellten Schritte zustimmend zur Kenntnis genommen, hieß es.

Über die Verlängerung des Vertrags von Pischetsrieder soll auf der nächsten Sitzung des Aufsichtsrats am 2. Mai entschieden werden, einen Tag vor der Hauptversammlung in Hamburg. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch sagte, der Aufsichtsrat sei mit der Arbeit des Vorstands "sehr zufrieden". Er sei für eine Vertragsverlängerung mit Pischetsrieder. Im März hatte Piëch dies als "offene Frage" bezeichnet.

Die Konzernspitze um Pischetsrieder hatte bereits im Februar ein tief greifendes Restrukturierungsprogramm für die Marke VW angekündigt, die vergleichsweise teuer produziert wird und Überkapazitäten hat. Von dem Programm könnten rund 20.000 Beschäftigte betroffen sein, hieß es.

Pläne für eine Schließung des Werks Brüssel gebe es derzeit nicht, hieß es weiter. Auch nach nach Angaben des belgischen Regierungschefs Guy Verhofstadt bleibt das Werk erhalten. Die Fabrik werde im Rahmen des Umstrukturierung des Konzerns nicht geschlossen, teilte Verhofstadt in Brüssel nach einem Telefonat mit VW-Chef Pischetsrieder mit. In Brüssel bauen derzeit rund 5.000 Beschäftigte den VW Golf, der auch in Wolfsburg vom Band läuft. Trotz größerer Investitionen am Standort Brüssel hatten Medien über eine Schließung des Werks spekuliert: Damit hätten gefährdete Arbeitsplätze in Deutschland geschont werden können, hieß es.

Über eine Einführung der 35-Stunden-Woche bei VW sei bei der Klausurtagung des Aufsichtsrats nicht gesprochen worden, hieß es. Bisher gilt bei VW in den westdeutschen Werken überwiegend die 28,8-Stunden-Woche. Über die Arbeitszeiten seien noch keine Gespräche geführt worden, sagte Pischetsrieder.

Eine Entscheidung über den Standort für ein neues Werk in Russland soll in den nächsten sechs Wochen fallen. Ziel sei der Aufbau eines Montagewerks in der Region Moskau, hieß es. Das Werk werde eine Jahreskapazität von rund 115.000 ausschließlich für den russischen Markt produzierten Fahrzeugen haben.

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