VW-Schmiergeldaffäre

165.000 Euro für Indien-Reise

Foto: Volkswagen

In der VW-Affäre sind neue Einzelheiten über eine umstrittene Indien-Reise von Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert bekannt geworden. Wie die "Wolfsburger Nachrichten" am Donnerstag (25.8.) berichten, soll die Reise Anfang 2004 bei VW mit 165.000 Euro abgerechnet worden sein.

Die Staatsanwaltschaft hat bisher bestätigt, VW habe für die Reise eine sechsstellige Summe bezahlt. Die Behörde überprüft, ob Geld, das VW für die Reise ausgegeben hat, mit dem Geschäftszweck vereinbar gewesen ist.

Dem Bericht zufolge führte die Reise für fünf Tage auf die indische Inselgruppe der Andamanen. Mit Volkert unterwegs waren Ex-Skoda-Personalvorstand Helmuth Schuster und der frühere VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer. Sie seien von drei Frauen begleitet worden, darunter der Geschäftsführerin der Prager Firma F-Bel, die zum Firmengeflecht in der VW-Affäre zählt. "Offenbar" habe es zudem noch mindestens eine weitere Indien-Reise gegeben - im Januar 2003 nach Goa.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schuster und Gebauer wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue. Sie sollen Geld mit Hilfe eines Geflechts von mindestens zehn Firmen in acht Ländern auf eigene Konten umgeleitet haben. Auch Schmiergeld soll gezahlt worden sein. Gegen Volkert ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Untreue.

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