VW-Schmiergeldaffäre kostet fünf Millionen Euro

Dem Volkswagen-Konzern ist durch die VW-Affäre nach bisherigem Stand ein finanzieller Schaden von rund fünf Millionen Euro entstanden. Das geht aus dem Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hervor, über den der
Aufsichtsrat am Freitag (11.11.) beriet.

Dem KPMG-Bericht zufolge haben Konzernangehörige und "Außenstehende" versucht, den VW-Konzern über Scheinfirmen und getarnte Beteiligungen in größerem Umfang abzuschöpfen und zu betrügen. Diese Aktivitäten seien jedoch "nach heutigem Erkenntnisstand" im wesentlichen im Versuch stecken geblieben. "Die Kontrollsysteme haben gegenüber diesen Aktivitäten weitgehend funktioniert." VW seien aber über so genannte Eigenbelege "erhebliche Mittel wahrscheinlich auch für Privatzwecke" entzogen worden.

Im einzelnen etwa hat dem KPMG-Bericht zufolge Ex-Skoda-Personalchef Helmuth Schuster versucht, "unrechtmäßig" Mittel des VW-Pensionsfonds am Markt anzulegen. Der frühere VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer habe in den vergangenen fünf Jahren Eigenbelege in Höhe von 939.000 Euro abgerechnet. Es gebe Belege dafür, dass er teilweise private Ausgaben auch für sich selbst und für betriebsfremde Personen aus seinem Umfeld über VW abgerechnet habe, unter anderem für Reisen, Schmuck und Barbesuche.

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