VW-Schmiergeldaffäre

Rückzahlung an Indien

Foto: VW, dpa

Volkswagen wird an den indischen Bundesstaat Andhra Pradesh knapp zwei Millionen Euro zahlen. Das teilte der Autobauer am Donnerstag (21.7.) mit.

Damit trete der Konzern für den Schaden ein, der durch vermutlich illegale Machenschaften des ehemaligen Skoda-Personalvorstandes Helmuth Schuster entstanden sei. Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen habe Schuster in Indien ohne Befugnisse gehandelt und zudem den Staat Andhra Pradesh getäuscht, erklärte das Unternehmen.

Die ARD hatte berichtet, dass die VW-Konzernzentrale in Wolfsburg schon frühzeitig über die Geschäfte des Mitte Juni entlassenen Schuster auf dem Subkontinent informiert gewesen sei. VW habe bereits seit vergangenem Jahr ein Joint Venture mit der indischen Firma "Vashishta Wahan" für den Bau einer Fabrik in Südindien geplant, berichteten das ARD-Hörfunkstudio Südasien und das ARD-Magazin Monitor am Donnerstag. VW habe auch vom Eingang von zwei Millionen Euro indischer Steuergelder für das Projekt auf das "Vashishta Wahan"-Konto gewusst. Das Geld soll inzwischen verschwunden sein.

VW erklärte dazu, die Firma "Vashista Wahan" sei eine Gesellschaft, an der Volkswagen "weder beteiligt ist noch beteiligt war". "Vashista Wahan war vielmehr eine Projektgesellschaft, die für Volkswagen - nach einer nach wie vor ausstehenden Verabschiedung einer Investitionsentscheidung des Volkswagen-Vorstands - eine Fabrik in Indien errichten sollte. "Volkswagen sei weiterhin grundsätzlich an einem Einstieg in den indischen Markt interessiert. Der Autobauer

Weiter betonte VW, der Konzern werde im Rahmen seiner Aufklärungsarbeit die Verantwortlichen - innerhalb und außerhalb des Unternehmens - für die entstandenen Schäden zur Rechenschaft ziehen. Der Volkswagen-Konzern setze dabei auch auf eine tatkräftige Unterstützung der indischen Behörden.

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