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VW-Schmiergeldaffäre

Schuster erstmals vernommen

In der VW-Affäre um Schmiergelder und Lustreisen auf Unternehmenskosten hat die Staatsanwaltschaft erstmals Ex-Skoda-Personalchef Helmuth Schuster vernommen. Schuster habe sich in jeweils mehrstündigen Vernehmungen an zwei Tagen zu den Ermittlungsbereichen Veranstaltungen und Reisen geäußert, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Donnerstag (22.12.) mit.

Er habe ebenso wie Ex-VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer, der am Mittwoch erneut befragt worden sei, keine Angaben zu Firmenbeteiligungen gemacht.

Schuster und Gebauer gelten als die Schlüsselfiguren in der Affäre, die VW seit Monaten erschüttert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen beide wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug. Daneben gibt es acht weitere Beschuldigte, darunter der frühere VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz und Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat Schuster entgegen einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" weder VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch noch Vorstandsmitglieder als Initiatoren des Kontos "1860" benannt, über das die Mehrzahl von Partys mit Prostituierten abgerechnet worden sein soll.

Weitere Vernehmungen von Gebauer und Schuster seien derzeit nicht geplant, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es sei derzeit offen, ob und wann noch einmal Hartz und Volkert befragt würden. Für dieses Jahr sei dies nahezu ausgeschlossen.

Die VW-Affäre war im Sommer ins Rollen gekommen, als ein Netz von Tarnfirmen aufgeflogen war, mit deren Hilfe Schuster Geld auf eigene Konten umgeleitet haben soll, das eigentlich VW zugestanden hätte.

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