VW-Schmiergeldaffäre

Weitere Indien-Festnahmen

Foto: VW; Government of Andhra Pradesh

Bei der Aufklärung der VW-Affäre in Indien hat es eine weitere Festnahme gegeben. Die Behörden des Staates Andhra Pradesh nahmen am Montag (10.10.) die Schwägerin eines der Hauptbeschuldigten, Jagadeesh Raja, zunächst für zwei Wochen in Haft.

Raja war einer der Chefs der Firma Vashishta Wahan, in der zwei Millionen Euro indische Regierungsgelder verschwunden waren. Die Firma hatte das Geld auf Anforderung des früheren Skoda-Personalchefs Helmuth Schuster angeblich im Auftrag von VW als Anlauffinanzierung für ein Werk in
Indien bekommen.

Die jetzt festgenommene Schwägerin Rajas, die 48-jährige Gayatri Rai, soll nach Erkenntnissen der indischen Kriminalpolizei CBI rund ein Fünftel der zwei Millionen Euro bekommen haben. Fast eine Million Euro stellte die CBI bei einem von Schusters Geschäftspartnern sicher.

Auch gegen Schuster und Raja gibt es in Indien Haftbefehle. Der zweite indische Direktor von Vashishta Wahan, Ashok Jain, sitzt bereits seit Anfang August in Untersuchungshaft. Die indische Nachrichtenagentur IANS berichtete, Raja werde in Deutschland vermutet.

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